Devisen
Euro-Anleger wetten auf die Zinswende

Für den Euro geht es weiter abwärts. Die Zinserhöhung in den USA könnte nun doch schneller kommen als gedacht. Das würde den Dollar stärken. In Europa sei dagegen keine Zinserhöhung in Sicht.
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Frankfurt/MainDer Euro ist am Donnerstag weiter abgerutscht. Am Morgen erreichte die Gemeinschaftswährung bei 1,3243 US-Dollar den tiefsten Kurs seit September 2013. Die Aussicht auf eine schnellere Zinserhöhung in den USA als bisher gedacht habe dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet, hieß es aus dem Handel. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3284 (Dienstag: 1,3354) Dollar festgesetzt.

Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der vergangenen Zinsentscheidung der US-Notenbank habe den Dollar gestützt, erklärte Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank die Kursverluste beim Euro. Laut der Mitschrift könnten die Zinsen in den USA schneller als bisher gedacht steigen, wenn sich in den USA der Arbeitsmarkt weiterhin gut entwickelt.

Der Devisenmarkt reagiert nach Einschätzung von Karpowitz auf die Tatsache, dass der Unterschied zwischen der Geldpolitik der US-Notenbank und der EZB immer deutlicher wird. Denn in der Eurozone sei nach wie vor keine Zinserhöhung in Sicht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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