Devisen
Euro bleibt unter Druck

Der Euro befindet sich weiterhin im Abwärtstrend. Nachdem die Gemeinschaftswährung über Monate gestiegen ist, macht sie nun einen Rücksetzer. Daran ändern offenbar selbst die Haushaltskürzungen in den USA nichts.
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SingapurDer Euro bleibt unter Druck und hat am Montagmorgen gegenüber Dollar und Yen nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,2990 Dollar, nachdem sie im frühen asiatischen Handel noch bis zu 1,3031 Dollar gekostet hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3000 (Donnerstag: 1,3129) Dollar festgesetzt. Nach wie vor lasteten vor allem politische Risiken auf der Gemeinschaftswährung, sagten Händler.

Selbst die Haushaltskürzungen in den USA, die in der Nacht zum Samstag in Kraft getreten sind, konnten der Gemeinschaftswährung keinen Auftrieb verleihen. „In den USA sieht es nicht gut aus, aber immerhin besser als in der Euro-Zone“, sagte Rob Ryan, Stratege bei der RBS in Singapur. Laut Präsident Barack Obama drohen wegen der Einschnitte ein halbes Prozent Wachstum und 750.000 Stellen verloren zu gehen.

„Die europäischen Märkte sind noch dabei, den Italien-Schock zu verarbeiten, im Umfeld der weiterhin deutlich rückläufigen Preisdaten sind zudem erneut Spekulationen über weitere Zinsschritte der EZB aufgekommen“, erklärt Experte Jan Bottermann von der National-Bank.

Und die Nachrichtenlage wird nicht besser. Bei den in dieser Woche anstehenden Daten zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone erwarten Volkswirte einen Rückgang von 0,6 Prozent im vierten Quartal. In der vergangenen Woche hatten Arbeitsmarktdaten gezeigt, dass die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Dezember auf ein Rekordhoch von 11,9 Prozent gestiegen war. Damit wächst die Sorge, dass sich die Krise in der Region verschärft.

Zum Wochenbeginn stehen im Euroraum, außer dem Sentix-Index, keine wichtigen Konjunkturdaten an, so dass sich die Blicke auf das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel am Nachmittag richten dürften. Die Hängepartie um Hilfsgelder für Zypern könnte sich dort fortsetzen, was die Unsicherheit an den Märkten hochhalten würde.

Sicherer Hafen gesucht

Gefragt war vor allem der Yen, der als relativ „sicherer Hafen“ gilt. „Die risikoscheue Stimmung und die Unsicherheiten in Bezug auf Europa, die den Markt derzeit bestimmen, tragen zur erhöhten Nachfrage nach Yen bei“, sagte Jim Vrondas, leitender Währungs- und Payment-Stratege bei Ozforex in Sydney. „Händler werden aus Positionen gedrängt, die auf einen fallenden Yen wetten, und wir glauben, dass die Yenstärke noch länger dauern und weiter für die Auflösung von Positionen sorgen wird.“

Der Euro fiel zuletzt um 0,4 Prozent auf 121,36 Yen je Euro. Gegenüber dem Dollar gewann der Yen 0,2 Prozent an Wert und notierte zuletzt bei 93,41 Yen je Dollar.

Der Schweizer Franken war gegenüber dem Euro bei zuletzt 1,2262 Franken je Euro 0,1 Prozent fester, gegenüber dem Dollar lag die Schweizer Währung mit 94,35 Rappen je Dollar 0,1 Prozent im Minus.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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