Devisen
Euro gibt Vortagesgewinne ab, sinkt unter 1,18 Dollar

Die politischen Turbulenzen in den USA und ein schwächelndes Pfund verhalfen dem Euro am Montag zu kräftigen Gewinnen. Doch dieser Anstieg war nur von kurzer Dauer – am Dienstag ist die Gemeinschaftswährung gefallen.
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Frankfurt/Main Der Kurs des Euro ist am Dienstag unter 1,18 US-Dollar gefallen und hat damit seine Vortagesgewinne wieder abgegeben. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1760 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1771 (Montag: 1,1761) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8503) Euro.

„Dem Devisenmarkt fehlt derzeit eine klare Richtung“, sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Etwas belastet worden sei der Eurokurs durch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) waren im August stärker gefallen als erwartet.

„Grundsätzlich gibt es eine gewisse Unsicherheit, wie es mit dem Eurokurs weitergeht“, sagte Rieke. Nach dem Aufwärtstrend in den vergangenen Monaten hätten viele Beobachter mit einem Anstieg auch über 1,20 Dollar gerechnet. Diese Erwartungen seien jedoch enttäuscht worden.

„Der Markt wartet jetzt auf das Treffen der Notenbankchefs in Jackson Hole“, sagte Rieke. Sowohl die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, als auch EZB-Präsident Mario Draghi werden an dem am Donnerstag beginnenden Treffen teilnehmen. Es würden von den meisten Beobachtern zwar keine grundlegenden neuen Aussagen zur Geldpolitik erwartet, da beide große Notenbanken zuletzt vorsichtig agiert hätten. „Überraschende und marktbewegende Aussagen sind jedoch immer möglich“, so Rieke.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91713 (0,91318) britische Pfund, 128,73 (128,17) japanische Yen und 1,1364 (1,1362) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1284,20 (1292,90) Dollar gefixt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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