Devisen
Euro gibt weiter nach

Der Euro gibt weiter nach: Am Donnerstag setzte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0737 Dollar fest. Händler verweisen auf nachlassende Spekulationen auf ein Ende der EZB-Anleihekäufe.
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Frankfurt/MainDer Kurs des Euro hat am Donnerstag an die Verluste der Vortage angeknüpft und ist weiter gefallen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0727 US-Dollar, nachdem sie am Morgen noch 1,0770 Dollar wert gewesen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0737 (Mittwoch: 1,0748) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9314 (0,9304) Euro.

Im Handel sind Spekulationen über die weitere Geldpolitik der EZB das bestimmende Thema. Wie bereits am Vortag wird der Euro durch einen Medienbericht belastet, der auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der EZB schließen ließ. Am Donnerstag kamen Äußerungen von ranghohen Notenbankern hinzu, die in dieselbe Richtung gingen. Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny erklärte, es gebe keinen Grund, im laufenden Jahr von der geldpolitischen Linie abzuweichen.

Rückendeckung bekamen die europäischen Währungshüter durch jüngste Daten zur Preisentwicklung. Trotz der beispiellosen Geldflut durch die EZB ist die Inflation in Deutschland wieder spürbar gesunken. Im März fiel die Inflationsrate auf 1,6 Prozent, nachdem sie im Februar bei 2,2 Prozent den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren erreicht hatte. „Die Luft ist raus aus der Inflation“, kommentierte KfW-Ökonom Sebastian Wanke. Das liege an den Rohölpreisen, die im Vergleich zum Februar spürbar gefallen seien.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86180 (0,86385) britische Pfund, 119,39 (119,17) japanische Yen und 1,0698 (1,0712) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1248,80 (1251,10) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37.393,00 (37.513,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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