Devisen
Euro kaum verändert vor US-Arbeitsmarktbericht

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten haben die Investoren am europäischen Renten- und Devisenmarkt ihr Pulver trocken gehalten. Der Euro notierte bei 1,4117 Dollar und lag damit etwas unter dem Niveau vom US-Geschäft, als für die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,4130 Dollar gezahlt worden waren.

HB FRANKFURT. „Sollte der Arbeitsmarktbericht schwach ausfallen, dürften die Investoren anfangen, sich zu fragen, ob weitere und deutlichere Zinssenkungen von der Fed notwendig sind – und das dürfte den Dollar drücken. Doch momentan warten wir einfach ab“, sagte Währungsstratege Geoffrey Yu von UBS am Freitag.

„Keiner will sich positionieren“, sagte Währungsstratege Kengo Suzuki von Shinko Securities. „Wie sich vergangenen Monat gezeigt hat, kann man sich auf die Prognosen ja auch nicht verlassen.“ Im August waren den bisherigen Zahlen zufolge in den USA 4000 Stellen abgebaut worden – das hatte Marktteilnehmer und Analysten überrascht, denn allgemein war mit einem Arbeitsplatzaufbau gerechnet worden. Nach Einschätzung von Experten dürfte diese Zahl einer der ausschlaggebenden Faktoren für die deutliche Zinssenkung der Federal Reserve gewesen sein.

Im September nun dürften den Prognosen zufolge in den USA außerhalb der Landwirtschaft 100 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden sein. Doch die einzelnen Schätzungen weichen stark voneinander ab und reichen von plus 15 000 bis 150 000. Die Arbeitslosenquote dürfte der Konsensprognose zufolge auf 4,7 von 4,6 Prozent gestiegen sein.

Auch am Anleihemarkt hielten sich die Anleger vor der Veröffentlichung der Daten um 14.30 Uhr MESZ zurück. „Die Umsätze sind niedrig, weil die Leute unsicher sind über die Entwicklung der Zinsen in der Eurozone und den USA“, sagte ein Händler. „Ob sich der Handel noch belebt, dürfte davon abhängen, ob die Arbeitsmarktdaten überraschen. Je größer die Überraschung, desto höher die umgesetzten Volumina.“ Am Vormittag lag der Bund-Future zwei Ticks höher bei 112,90 Prozent. Die dem Kontrakt zugrunde liegende zehnjährige Bundesanleihe fiel um fünf Ticks auf 99,64 Zähler und rentierte mit 4,292 Prozent.

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