Devisen
Euro reagiert gelassen

Das griechische Schuldendrama beeindruckt den Devisenmarkt bisher wenig, Anleger warten am Mittwoch zunächst eine EZB-Entscheidung über Notkredite für griechische Banken ab. Der Euro bleibt daher vorerst kaum verändert.
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FrankfurtDer Devisenmarkt reagiert weiter gelassen auf die Schuldenkrise in Griechenland. Der Euro hat sich am Mittwoch knapp über 1,14 US-Dollar gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1408 Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagmittag auf 1,1415 (Montag: 1,1408) Dollar festgesetzt.

Im griechischen Schuldendrama deutet sich in letzter Minute ein Kurswechsel der neuen Regierung in Athen an – wenige Tage vor Ablauf eines Ultimatums der europäischen Geldgeber des pleitebedrohten Landes. Athen will noch am Mittwoch einen Antrag für die Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms beantragen. Bisher wurde dies von der neuen griechischen Regierung strikt abgelehnt.

„Wir untersuchen die Möglichkeiten einer Verlängerung des Kredite-Abkommens“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung am Dienstagabend. Das Sparprogramm gelte aber nicht, hieß es weiter. Was das genau bedeute, wollten die Regierungsquellen in Athen nicht sagen.

Vor dem Hintergrund des drohenden Ausstiegs Griechenlands aus der Eurozone („Grexit“) warten die Anleger gespannt auf eine Entscheidung der EZB über die Notkredite für griechische Banken, die ebenfalls im Verlauf des Tages anstehen dürfte. Der Verlust von Kundeneinlagen bei den Geldhäusern könnte eine Erhöhung der sogenannten ELA-Notkredite notwendig machen.

„Allerdings könnte die EZB diese aber auch wegen der fehlenden Perspektive ganz einstellen“, warnte Experte Ralf Umlauf von der Helaba. „Dies würde wohl den Grexit beschleunigen oder die Regierung gesprächsbereiter machen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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