Devisen
Euro steigt auf neues Jahreshoch

Der Handel blieb bis zum Nachmittag überwiegend ruhig. Dann folgten die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten. Die enttäuschenden Zahlen trieben den Eurokurs in rekordverdächtige Höhen.
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Frankfurt/MainEnttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA haben den Euro am Freitag auf ein neues Jahreshoch steigen lassen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1282 US-Dollar. Das war der höchste Stand seit November 2016. Zuletzt lag der Eurokurs bei 1,1260 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1217 (Donnerstag: 1,1219) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,8915 (0,8913) Euro.

Nach einem überwiegend ruhigen Handel erhielt der Euro am Nachmittag einen deutlichen Schub. Auslöser waren schwache Zahlen vom amerikanischen Jobmarkt. Der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung ergab für Mai einen Stellenaufbau, der deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Analysten stellten sich vornehmlich die Frage, welche Auswirkungen die Daten auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben könnten. Viele Beobachter werteten die Zahlen zwar als Enttäuschung, sahen aber keine unmittelbaren Folgen für den kurzfristigen Kurs der Fed. Von ihr wird erwartet, dass sie ihre geldpolitische Wende Mitte Juni mit einer weiteren Zinsanhebung fortsetzt. Es wäre die zweite Anhebung in diesem Jahr und erst der vierte Schritt seit dem Start der Zinswende Ende 2015.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87268 (0,87230) britische Pfund, 125,02 (124,53) japanische Yen und 1,0893 (1,0883) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1274,95 (1264,85) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36.500,00 Euro (36.360,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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