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Devisen: Euro unterbricht Höhenflug - Politisches Unbehagen wächst

Das wachsende politische Unbehagen über die Dollar-Schwäche und mögliche Interventionen von Zentralbanken haben die Rekordjagd des Euro am Montag vorläufig gestoppt. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3 267 Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Das wachsende politische Unbehagen über die Dollar-Schwäche und mögliche Interventionen von Zentralbanken haben die Rekordjagd des Euro am Montag vorläufig gestoppt. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3 267 Dollar. Der Euro löste sich damit deutlich von seinem erst am vergangenen Freitag erreichten Rekord von 1,3 329 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3 247 (Freitag: 1,3 238) Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 0,7 549 (0,7 554) Euro wert.

"Der leichte Kursrückgang des Euro im Tagesverlauf ist kein Schwächezeichen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Der Euro habe sich knapp unter seinem Rekordstand stabilisiert. Allein in der vergangenen Woche war der Euro in der Spitze um gut drei Cent gestiegen. Die an diesem Donnerstag anstehende Ratssitzung der EZB und der US-Arbeitsmarktbericht für November am Freitag machten einige Marktteilnehmer aber wieder etwas vorsichtiger. Ein unerwartet kräftiger Beschäftigungszuwachs in den USA und Hinweise auf mögliche Eingriffe der Währungshüter an den Devisenmärkten könnten den Dollar zumindest vorübergehend stützen.

Unterdessen weite sich der Kreis der besorgten Stimmen unter Politikern und Währungshütern kontinuierlich aus, sagte Fritsch. Neben der EZB und der japanischen Notenbank stimmten nun auch der kanadische Finanzminister und der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Jean-Pierre Roth, in den Chor der Mahner ein. Derzeit vergehe kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Politiker oder Zentralbankmitglied seine Besorgnis über den starken Euro kundtue. "Mit der zur Schau getragenen Gelassenheit scheint es vorbei zu sein", sagte Fritsch. Die Anzeichen verdichteten sich, dass die Konjunktur ihren Höhepunkt bereits überschritten habe.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,701 (0,690) britische Pfund , 136,24 (136,39) japanische Yen und 1,517 (1,5 146) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 451,25 (451,55) Dollar gefixt.

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