Devisen
Eurokurs gerät erneut unter Druck

Der Euro kann sich nicht von den starken Kursverlusten der vergangenen Tage erholen: Zwischenzeitliche Kursgewinne hat die Gemeinschaftswährung am Freitag wieder abgegeben. Schuld sind Spekulationen um die Fed-Politik.
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FrankfurtDer Euro hat am Freitag zwischenzeitliche Kursgewinne wieder abgegeben. Spekulationen, dass es doch eine baldige Leitzinsanhebung in den USA geben könnte, haben den Dollar laut Händlern gestützt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1231 US-Dollar gehandelt, nachdem sie zwischenzeitlich über die Marke von 1,13 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1284) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8862) Euro.

Von den starken Kursverlusten der vergangenen Tage hat sich der Euro also nicht erholt. Nach der Beruhigung der Finanzmärkte in China steigt am Markt offenbar die Erwartung, dass die US-Notenbank doch noch wie ursprünglich erwartet den Leitzins im September anheben könnte.

Am Samstag soll der stellvertretende Vorsitzende der Fed, Stanley Fischer, bei dem Notenbanktreffen in Jackson Hole sprechen. Wie die Analysten der Societe Generale schreiben, könnte Fischer weiteren Aufschluss über die künftige Zinspolitik geben. Zuletzt waren die Signale aus der Notenbank widersprüchlich. Eine Leitzinserhöhung in den USA würde den US-Dollar für Anleger attraktiver machen und den Dollar stützen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7321 (0,7312) britische Pfund, 136,16 (135,62) japanische Yen und 1,0807 (1,0771) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1135,00 (1119,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 560,00 (31 600,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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