Devisen
Forint profitiert vom möglichen Einlenken Ungarns

Der Forint profitiert von der Aussicht auf ein Einlenken Ungarns im Streit mit der EU-Kommission.
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FrankfurtDie Hoffnung auf ein Einlenken Ungarns im Streit mit der EU-Kommission hat dem Forint am Mittwoch Auftrieb gegeben. Für einen Euro mussten zeitweise nur noch 304,65 (spätes Vortagesgeschäft: 308,75) Forint gezahlt werden. Zuvor hatte der ungarische Regierungschef Viktor Orban in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung Entgegenkommen im Streit um die Unabhängigkeit der Zentralbank in Aussicht gestellt.

Händlern zufolge zogen sich einige Investoren im Vorfeld einer erwarteten Ansprache des Ministerpräsidenten vor dem EU-Parlament aus Short-Positionen zurück. „Einige große Positionen wurden aufgelöst“, sagte ein Händler. „Investoren glauben offenbar, dass Ministerpräsident Orban in Strasbourg heute einige sehr gute Nachrichten übermitteln wird.“

Die EU-Kommission hatte am Dienstag gleich drei Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn eingeleitet, von denen eines den Streit um die Zentralbank betrifft. Anders als im EU-Vertrag vereinbart, lässt die ungarische Regierung die heimische Notenbank nicht unabhängig agieren. Die beiden weiteren Verfahren betreffen den Datenschutz und das Pensionsalter von Richtern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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