Devisen
Griechenland-Unsicherheit lässt Euro leicht sinken

Nach dem gestrigen Kursanstieg hat der Euro gegenüber dem Dollar leicht verloren und liegt nun bei 1,3171 Dollar. Grund für den leichten Kursfall sind die ungenauen Prognose über die griechische Zukunft.
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FrankfurtEuro-Anleger haben am Dienstag ihre Gewinne vom Vortag direkt wieder eingesteckt. Die Gemeinschaftswährung fiel auf 1,3171 Dollar, nachdem sie zu Wochenbeginn in der Spitze auf 1,3266 Dollar gestiegen war.

„Hauptthema des Marktes ist nach wie vor die Eurokrise, und da ist nichts wirklich ausgestanden“, sagte ein Händler. Das Thema Griechenland sei trotz der vereinbarten Umschuldung noch lange nicht erledigt, die im April anstehende Wahl erwarteten Investoren mit Bangen. „In so einem Umfeld ist es normal, dass man die kleinsten Gewinne direkt realisiert.“

Der US-Dollar zog nicht nur zum Euro etwas an. Zu einem Korb aus sechs Währungen gewann der Greenback 0,4 Prozent. US-Immobiliendaten hatten ein gemischtes Bild geliefert. Während die Zahl der Baubeginne sank, wurden so viele Baugenehmigungen erteilt wie seit Oktober 2008 nicht mehr.

„Insgesamt sind die Bauzahlen freundlich zu werten, denn sie zeigen, dass sich der Sektor langsam aber stetig aus der Talsohle herausarbeitet“, kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. „Er könnte im ersten Quartal dieses Jahres einen positiven Wachstumsimpuls für das Bruttoinlandsprodukt liefern.“ Experten zufolge könnte dem Greenback aber schon bald wieder die Luft ausgehen. „Die jüngste Dollar-Rally basiert auf unrealistischen Zinserwartungen, und ich glaube nicht, dass sich diese bewahrheiten werden“, sagte Währungsstratege Adam Cole von RBC Capital Markets. „Der Markt preist schon viel eher Zinserhöhungen ein, als die Fed es in Aussicht gestellt hat.“

Die US-Notenbank hatte signalisiert, den Zinssatz bis Ende 2014 nahe Null belassen zu wollen.

Am Rentenmarkt konnten die als sicher geltenden Bundesanleihen wieder etwas punkten. Angesichts der nachgebenden Aktienmärkte war der Bund-Future gefragt und stieg um 22 Ticks auf 135,81 Zähler. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 2,03 (spätes Vortagesgeschäft: 2,04) Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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