Devisen
Investoren warten ESM-Entscheidung ab

Die Devisenhändler beäugen kritisch die Entwicklungen bis zum Treffen der Euro-Finanzminister am Freitag. Dort soll die Aufstockung des ESM beschlossen werden. Heute hat der Euro sich bisher nicht behaupten können.
  • 1

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag anfänglich leichte Gewinne gegenüber dem Dollar nicht behaupten können, sondern verzeichnete im Verlauf leichte Verluste. Parallel rutschten auch die europäischen Aktienmärkte deutlich ins Minus. S&P hat gewarnt, Griechenland werde möglicherweise eine weitere Umschuldung bei seinen Anleihen benötigen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt 0,1 Prozent schwächer bei 1,3299 Dollar gehandelt. Am Mittwoch hatte der Euro minimal zum Dollar zugelegt. Am Morgen kostete der Euro noch 1,3312 US-Dollar und hatte sich damit nur wenig im Vergleich zum Vorabend verändert.

Gebremst wurde die Abwärtsbewegung von den Plänen für eine Aufstockung des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM. Die Finanzminister der Eurozone treffen sich am Freitag in Kopenhagen, um über die Höhe der „Brandmauer“ zu befinden. Im Gespräch ist ein Volumen von 940 Mrd. Euro durch eine Kombination der Mittel von EFSF und ESM. „Wir glauben, dass die Einigung zu den Rettungsschirmen am Freitag zustande kommt und dies dürfte den Euro zwischenzeitlich stützen“, schrieb Emma Lawson, Währungsstrategin bei der National Australia Bank in Sydney, in einer Analyse.

Der Yen legte 0,9 Prozent gegenüber dem Euro zu auf 109,45 Yen. Zum Dollar war die japanische Devise 0,7 Prozent stärker bei 82,36 Yen. Fallende Kurse an den Aktienbörsen schoben die Nachfrage nach Anlagen an, die als sicherer Hafen gelten. „Der Yen ist jetzt mehr verbunden mit den Bewegungen an den Aktienmärkten“, sagte Greg Gibbs, Devisenstratege bei der Royal Bank of Scotland Group Plc in Sydney. Spekulationen, dass japanische Unternehmen vor Ende des Geschäftsjahres am 31. März Auslandsgewinne repatriieren, sorgten für Schub.

Der Schweizer Franken war kaum verändert zum Euro bei 1,2053 Franken und 0,2 Prozent leichter zum Dollar bei 90,72 Rappen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Investoren warten ESM-Entscheidung ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Merkel und Schäuble werfen alles rein in den EU-Feuertopf, was brennt. Zurück bleiben dann viel Asche und verbrannte Vermögen der Deutschen und Verträge, die uns Deutsche zu EU-Vasallen auf Jahrzehnte machen. Die anderen Länder lachen sich jetzt schon kaputt über uns.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%