Devisen
Kim Jong Ils Tod verunsichert die Märkte

Die Nachricht vom Tod des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il sorgt auch am Devisenmarkt für einige Bewegungen. Der Dollar als Fluchtwährung legte in Fernost zu, der Euro geriet unter Druck.
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SydneyDer Euro ist am Montag über die Marke von 1,30 US-Dollar zurückgeklettert. Nachdem Nordkorea am Morgen den Tod seines langjährigen Machthabers Kim Jong Il bekanntgab, war die Gemeinschaftswährung im asiatischen Handel zwischenzeitlich bis auf 1,2984 US-Dollar gefallen. Zuletzt wurde der Euro leicht erholt bei 1,3008 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,3064 (Donnerstag: 1,3019) Dollar festgesetzt.
Die Nachricht vom Tod des nordkoreanischen Diktators sei an den Finanzmärkten mit Verunsicherung aufgenommen worden, sagten Händler. Während die asiatischen Börsen nachgaben, war der Dollar als Fluchtwährung gesucht. Die US-Devise legte gegenüber fast allen Referenzwährungen deutlich zu. Sie notierte bei 78,15 Yen im Vergleich zu 77,86 Yen vor der Todesmeldung. Auch zu dem von der Schuldenkrise geplagten Euro legte der Dollar zu. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2984 Dollar bewertet, nachdem sie zuvor noch mit bis zu 1,3049 Dollar gehandelt worden war.

Der Euro wurde unterdessen zusätzlich durch die prekäre Lage in der europäischen Schuldenkrise belastet. Am Nachmittag beraten die Euro-Finanzminister über den Plan, Mittel für angeschlagene Länder über den Internationalen Währungsfonds (IWF) bereitzustellen. Frankreich, das unter akutem Abwertungsdruck der Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's steht, will zudem sieben Milliarden Euro am Geldmarkt einsammeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Kim Jong Ils Tod verunsichert die Märkte"

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  • Musterland der Linken und Oekologen

    Wenn man die Deutschen Medien betrachtet, so ähnelt Nordkorea eigentlich dem was sich Fr. Merkel und die anderen linke und grünen Politiker für Deutschland wünschen.

    A. Die "soziale Gerechtigkeit" wurde so weitgehend realisiert, dass alle Menschen (natürlich mit Ausnahme der Regierung und Entourage) gleich wenig haben. Es gibt keine Bonusbänker und Spekulanten.
    B. Nordkorea ist Vorbild im "Klimaschutz". Der Pro-Kopf Verbrauch fossiler Brennstoffe wird nur von Simbabwe unterboten. Die Menschen bewegen sich ökologisch korrekt zu Fuss, heizen nicht, es gibt kaum frevelhafte energieintensive Industrien.
    C. Mangels technischer Kompetenz und Mittel ist das Atomprogramm stecken geblieben. Es gibt kein funktionierendes Kernkraftwerk in Nordkorea. Es gibt demzufolge keine Angst vor frevelhaften Atomstrahlen und keine "ungelösten Endlagerprobleme".

    Vandale

  • Ich vermute eher, dass man jetzt schon krampfhaft nach Negativ-Gründen suchen muss, warum die Märkte einfach die Vorweihnachts-Euphorie nicht für eine Rallye nutzen.

    Bin ja echt gespannt, ob nach Weihnachten die große Rallye der Shorts anfangen wird.

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