Devisen
Mutige Anleger: Euro legt zum Yen zu

Am Devisenmarkt waren die Rettungsaktionen für die Banken am Dienstag weiterhin das beherrschende Thema. Die eingeleiteten Maßnahmen heizten erneut die Risikobereitschaft der Anleger an.

FRANKFURT. Im Zuge so genannter Carry Trades geriet der Yen unter Druck. Bei diesen Zinsspekulationen leihen sich Anleger in Niedrigzinsländern wie Japan Geld und investieren es in höher rentierliche Anlagen. Der Euro legte zur japanischen Währung 0,7 Prozent zu auf 139,59 Yen. Der Euro könne aus charttechnischer Sicht noch auf 150 Yen steigen, schrieben die Experten von Standard Chartered in einer Studie.

Gegenüber dem Dollar gewann die europäische Gemeinschaftswährung 0,6 Prozent auf 1,3661 je Euro. Allerdings sehen Devisenexperten den Euro nur kurzfristig zur US-Währung im Aufwind, Strategen wie Stephen Jen von Morgan Stanley halten den Euro für überbewertet. Das Rettungspaket der europäischen Regierungen kommt ihrer Ansicht nach zu spät und kann eine Abkühlung der Konjunktur im Euroraum nicht abwenden. Die jüngsten Konjunkturdaten geben Jen offenbar recht: In Deutschland, der größten Wirtschaft im Euroraum, fielen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Oktober unerwartet stark und sackten fast auf ein Rekordtief. Auch in Frankreich trübte sich das Geschäftsklima weiter ein.

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