Devisen
Pfund fällt zum Euro auf Rekordtief

Zum Euro ist das britische Pfund am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung 1999 gefallen. Mit Kursen von zeitweise 81,12 Pence je Euro reagierte die britische Währung auf besorgniserregend schwache Daten vom Immobilienmarkt.

FRANKFURT. Die Hausverkäufe in Großbritannien erreichten im Oktober den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Zusätzlich lieferte ein einbrechender Einzelhandelsumsatz weitere Anzeichen für eine Rezession.

„Wir haben inzwischen eine ganze Reihe schwacher Indikatoren zur britischen Wirtschaft gesehen. Daher denke ich, dass das Pfund noch weiter abwerten kann“, sagte der Währungsstratege Adarsh Sinha von Barclays Capital in London. Auch zum Dollar tendierte das Pfund leichter. Seit Jahresbeginn hat das Pfund zum Dollar 21 Prozent und zum Euro rund zehn Prozent verloren. Der Euro unterschritt zuletzt die Marke von 1,27 und wurde bei 1,2642 Dollar gehandelt.

Klare Verluste gab es hingegen beim russischen Rubel, der gegenüber einem von der Notenbank in Moskau errechneten Euro-Dollar-Währungskorb den größten Tagesverlust seit vier Wochen verzeichnete. Händler spekulierten, dass die Bank Rossii derzeit bewusst einen schwächeren Rubel zulässt. Russland leidet angesichts des fallenden Ölpreises unter zunehmender Kapitalflucht.

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