Devisen
US-Dollar auf Erfolgstour, Euro bleibt stabil

Der Dollar hat den Sprung über die 80-Yen-Marke geschafft, was hauptsächlich an der Lockerung der japanischen Geldpolitik liegt. Indes kann sich der Euro zum US-Dollar trotz der Griechenland-Herabstufung stabil halten.
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FrankfurtDer Dollar ist wieder da: Die US-Währung - lange Prügelknabe der auf Japan setzenden Anleger - hat am Mittwoch die 80-Yen-Marke zurückerobert. Mit 80,35 Yen je Dollar notierte die US-Währung so hoch wie zuletzt im Sommer vorigen Jahres. „Dass der Dollar die Marke genommen hat, löste neue Käufe aus“, sagte ein Händler. Hauptgrund für die Dollar-Erholung ist die überraschende weitere Lockerung der japanischen Geldpolitik vorige Woche. „Der Yen gilt ohnehin als überbewertet, und dann kamen auch noch schlechte Handelsbilanzdaten“, fasste Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann zusammen. Das haben den Yen als sicheren Hafen unattraktiver gemacht.

Japan hatte zum Wochenanfang ein Rekord-Handelsbilanzdefizit für Januar ausgewiesen. Neben den stark gestiegenen Einfuhren wegen des Energie-Engpasses angesichts der Stilllegung zahlreicher japanischer Atomkraftwerke im Sog der Fukushima-Katastrophe leiden Japans Exporteure auch unter dem seit langem sehr starken Yen.

Zudem hatte die Ratingagentur Standard & Poor's eine Herabstufung der Bonität Japans für den Fall eines geringeren Wachstums oder höherer Verschuldung angekündigt. Japan hat gemessen am Bruttoinlandsprodukt die größte Schuldenlast unter den Industrienationen. Auch deswegen stößt bei Analysten die Flucht vieler Anleger in den Yen als sicherer Hafen schon lange auf Unverständnis. Japan war im vorigen Jahr mit Interventionen der Aufwertung des Yen begegnet.

Der Euro profitierte von den Zweifeln am Yen und kletterte auf 106,33 Yen von 105,51 Yen am Vorabend, womit er das Niveau von Mitte November wieder erreicht hat. Zum Dollar notierte der Euro mit 1,3230 Dollar auf dem Vortagesniveau. Damit schüttelte der Euro die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Fitch ab. Fitch stufte Griechenland auf „C“ von „CCC“ herab - danach kommt nur noch der Ausfall. Weitere Herabstufungen seien programmiert, erklärte Leuchtmann. „Dann werden die Euro-Optimisten auf eine harte Probe gestellt.“

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