Devisen
Zinsaussichten geben dem Euro Aufwind

Der Euro ist zum Wochenstart im Vergleich zum japanischen Yen auf den höchsten Stand seit sieben Monaten geklettert. Devisenhändler verkauften die japanische Währung aufgrund der Erwartung, dass sich der Zinsvorsprung der Euro-Zone gegenüber Japan ausweiten wird.

HB FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank hatte signalisiert, ihren Leitzins von derzeit vier Prozent im Kampf gegen die Inflation zu erhöhen. Der japanische Leitsatz von 0,5 Prozent wird Volkswirten zufolge dagegen unverändert bleiben. Die Regierung in Tokio senkte am Montag zudem ihre Konjunkturprognose. Für einen Euro wurden daraufhin bis zu 167,68 Yen gezahlt, 0,8 Prozent mehr als am Freitag.

Auch im Vergleich zum Dollar stieg der Euro; er gewann 0,8 Prozent auf zeitweise mehr als 1,55 Dollar. Grund war auch hier die Erwartung steigender Zinsen in der Euro-Zone, die durch neue Inflationsdaten aus dem Währungsraum unterfüttert wurde. (siehe Anleihen).

Das Pfund Sterling stieg 0,2 Prozent zum Euro und 0,9 Prozent zum Dollar. Auch in Großbritannien spekulieren Anleger verstärkt auf höhere Leitzinsen, da Volkswirte die Inflationsrate für Mai auf 3,2 Prozent schätzen. Überschreitet die Teuerungsrate 3,1 Prozent, muss die Notenbankchef erklären, wie sie die Inflation auf das tolerierte Limit von zwei Prozent drücken will.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%