Devisenbericht
Notenbank beflügelt den Euro

Der Euro hat gestern nach Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude die Talfahrt zum Dollar beendet und 0,7 Prozent zugelegt. Ein Euro kostete am Nachmittag 1,5547 Dollar. Auftrieb erhielt die europäische Gemeinschaftswährung durch überraschend starke Signale von EZB-Chef Jean-Claude Trichet, die geldpolitischen Zügel zu straffen.

HB FRANKFURT. Den Leitzins für den Euroraum ließ die Europäische Zentralbank wie erwartet bei vier Prozent. Auch die britische Notenbank rüttelte nicht an dem bestehenden Leitzins. Wie der Markt erwartet hatte, blieb er bei fünf Prozent. Die negativen Konjunkturdaten würden eine Zinssenkung nahe legen, sagte Devisenstratege Adam Cole von der Royal Bank of Canada. Doch wegen der Inflation seien der Bank of England die Hände gebunden. So gab es auch am Donnerstag erneut schwache Daten vom britischen Immobilienmarkt. Einer Erhebung der Hypothekenbank HBOS zufolge sind die Häuserpreise im Mai so stark gesunken wie seit 15 Jahren nicht mehr. Zum britischen Pfund stieg der Euro 0,8 Prozent auf 79,577 Pence.

Stärkster Verlierer im Korb der 17 größten Devisen war jedoch der Neuseeland-Dollar. Notenbank-Chef Alan Bollard hatte angedeutet, den Leitzins von derzeit 8,25 Prozent herabzusetzen. Der Neuseeland-Dollar büßte zum Euro 2,6 Prozent auf 2,031 je Euro.

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