Devisenbericht
Pfund steht vor weiteren Kursverlusten

Das britische Pfund steuert auf das schlechteste Jahr seit 1992 zu. Seit Januar hat die Währung zum Dollar über elf Prozent verloren – und Währungsexperten erwarten, dass es weiter abwärts geht.

FRANKFURT. John Taylor vom Währungs-Hedgefonds FX Concepts sieht das Pfund bis Jahresende zur US-Währung noch einmal 20 Prozent, zum Euro bis zu zehn Prozent niedriger. Hintergrund ist die miserable Verfassung der Wirtschaft auf der Insel. Am Montag notierte das Pfund bei 1,7652 Dollar, der Euro bei 80,59 Pence.

Die Rettungsaktion für Fannie Mae und Freddie Mac wirkte sich vor allem an den asiatischen Devisenmärkten aus. Der Yen rutschte ab, da der Risikoappetit stieg. Anleger verkaufen die Währung, um in Devisen mit höherer Rendite anzulegen. Südkoreas Won hingegen verzeichnete zum Dollar mit knapp 3,6 Prozent den größten Anstieg seit fast zehn Jahren. Investoren deckten sich mit der Währung ein, um Aktien zu kaufen. Auch legten sich Bedenken, die Notenbank könne wegen Investments in Fannie und Freddie in Schwierigkeiten geraten.

Der Dollar gewann 0,5 Prozent auf 1,4199 je Euro. Michael Klawitter von Dresdner Kleinwort erwartet eine Fortsetzung des Aufwärtstrends für die US-Währung. Andere Experten warnen jedoch davor, dass der Greenback durch neue schwache US-Daten unter Druck geraten könnte.

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