Devisenhadel
Euro notiert wieder über 1,33 Dollar

Der Euro ist am Montag nach überraschend starken US-Immobiliendaten wieder über 1,33 Dollar geklettert. Zuvor hatten trübe Aussichten für die europäische Konjunktur die Gemeinschaftswährung noch auf ein Monatstief gegenüber dem Greenback gedrückt.

HB FRANKFURT. Am Nachmittag wurden 1,3326 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt, die im Tagesverlauf bis auf 1,3211 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3223 (Donnerstag: 1,3275) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7563 (0,7533) Euro.

In den USA haben sowohl die Bauausgaben als auch die schwebenden Hausverkäufe positiv überrascht und damit Händlern zufolge Hoffnungen der Anleger auf eine Bodenbildung am US-Immobilienmarkt genährt.

Devisenexperte Christian Melzer von der DekaBank bewertete die Daten ebenfalls als klar positive Überraschung. „Die Bewegung an den Devisenmärkten war aber relativ unspektakulär“, sagte Melzer.

Vor der am Donnerstag anstehenden EZB-Zinsentscheidung richtet der Markt dem DekaBank-Experten zufolge den Blick stärker auf Aussagen von EZB-Ratsmitgliedern wie Bundesbankpräsident Axel Weber oder EZB- Vizepräsident Lucas Papademos. Diese hatten Melzer zufolge mit Blick auf mögliche zusätzliche lockernden Maßnahmen etwas den Wind aus den Segeln genommen - das stütze den Euro. Mehr als eine gefestigte Erwartung auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte lasse sich aus den Reden nicht herauslesen. „Auf dem Dollar lastet unterdessen weiterhin die Unsicherheit des Banken-Stress-Tests und daraus möglicherweise folgende Konsequenzen für einige große Banken“, so Melzer.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88970 (0,89335) britische Pfund, 131,52 (130,34) japanische Yen und 1,5093 (1,5066) Schweizer Franken fest gesetzt.

Die Feinunze Gold wurde in London mit 884,50 (883,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 21 640 (21 560) Euro.

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