Devisenhandel
Anleger setzen wieder verstärkt auf Carry Trades

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag knapp unter der Marke von 1,47 Dollar eingependelt. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4 682 Dollar. Ein Dollar war damit 0,6 809 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,4 700 (Dienstag: 1,4 607) Dollar festgesetzt. Die alte Rekordmarke aus der vergangenen Woche von 1,4 751 Dollar bleibt damit weiter in Reichweite.

Während die nach wie vor nicht vollständig absehbaren Folgen der US-Kreditkrise auf die US-Wirtschaft nach Einschätzung von Experten weiter die Stimmung für den Dollar belasteten, hätten robuste Konjunkturdaten aus Europa dem Euro etwas Auftrieb gegeben. Nun stehe das Thema Inflation im Mittelpunkt. Neue Daten aus den USA werden am Nachmittag veröffentlicht. Die Preisdynamik dürfte ausschlaggebend sein, wie groß der Spielraum der US-Notenbank für weitere Zinssenkungen ist.

Händler begründeten die Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung mit dem gestiegenen Risikoappetit der Investoren im Zuge der anziehenden Aktienmärkte. Anleger setzten wieder verstärkt auf Carry Trades, bei denen sich Investoren Geld in Ländern mit niedriger Verzinsung wie etwa Japan leihen und die Mittel in Währungen von Regionen dem Euroraum investierten, die eine höhere Verzinsung lieferten. Hintergrund der freundlichen Entwicklung an den US-Aktienmärkten war laut Börsianern der moderater als erwartet ausgefallene Anstieg der Erzeugerpreise in den USA.

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