Devisenhandel
Euro macht sich über 1,40 Dollar breit

Die geringe Liquidität am Devisenmarkt begünstigt kurz vor Jahresende stärkere Ausschläge. Nachdem der Euro am Montag zunächst kräftig angestiegen, anschließend aber ebenso stark zurückgefallen war, geht es heute wieder aufwärts.

HB FRANKFURT. Nach dem Rückschlag unter 1,40 Dollar am Montagabend hat sich der Euro am Dienstag wieder erholt. Am Mittag nahm die europäische Gemeinschaftswährung bei Kursen von 1,4170 Dollar wieder Kurs auf die Niveaus des Vortages, als sie zum Teil deutlich über 1,43 notiert hatte.

Viel Bedeutung messen Experten den aktuellen Bewegungen allerdings nicht zu: "Die Liquidität ist derzeit so gering, dass bereits kleinste Orders zu größeren Bewegungen führen können", sagt ein Devisenhändler. Insgesamt sei das Umfeld für die Gemeinschaftswährung derzeit günstig. So sei mit dem Einschwenken der US-Notenbank Federal Reserve auf eine Nullzinspolitik das Thema "Renditeunterschied" wieder auf das Tapet getreten. Darüber hinaus werde der Greenback tendenziell leiden, sollte der Ölpreis angesichts einer weiteren Eskalation der Gaza-Krise neuerlich anziehen.

"Störfeuer für den Euro-Optimismus liefern derzeit eigentlich nur Kommentare von EZB-Granden wie jüngst Lucas Papademos", sagt der Marktteilnehmer. Der Vizepräsident der EZB hatte am Montag von weiteren Leitzinssenkungen für den Euro-Raum gesprochen und die Wechselkursgewinne der Gemeinschaftswährung zu Wochenauftakt damit gedämpft.

Bewegung in die Kurse am Devisenmarkt könnten am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA bringen. Auf der Agenda stehen unter anderem der Einkaufsmanagerindex Chicago und das vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte US-Verbrauchervertrauen.

Einen leichten Rücksetzer für den Euro gab es am Morgen im Verhältnis zum britischen Pfund. Sah es am Montag bei Kursen um 98 Pence je Euro noch so aus, als nehme die europäische Währung schnurstracks Kurs auf die Parität mit dem Pfund, fiel der Euro zeitweise wieder unter 97 Pence zurück. Gegen Mittag war ein Euro allerdings schon wieder 97,70 Pence wert. Zum Yen legte der Euro ebenfalls deutlich auf Kurse von knapp 128 Yen je Euro zu. Der Dollar büßte hingegen im Vergleich zur japanischen Währung geringfügig ein, hielt sich aber oberhalb von 90 Yen je Dollar.

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