Devisenmärkte
Dollar schwächelt weiter, Yen steigt wieder

Die Auswirkungen der gestern bekannt gewordenene Stützungspläne der US-Zentralbank sind noch zu spüren. Anleger flüchten weiter in den Yen, der Dollar-Kurs geht weiter nach unten. Eine baldige IIntervention der japanischen Notenbank ist nicht ausgeschlossen.
  • 0

HB TOKIO. Der Kurs des Dollar geht weiter in den Keller. Der Euro notierte am Donnerstag im fernöstlichen Devisenhandel mit 1,4031 Dollar, nachdem er zuvor mit 1,4058 auf seinen höchsten Stand seit mehr als acht Monaten geklettert war. Die US-Währung wird derzeit insbesondere davon belastet, dass die Anleger für die nächste Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) eine Entscheidung für weitere Geldspitzen zur Stützung der Konjunktur erwarten.

Beschleunigt wurde die Kurstalfahrt der US-Währung Händlern zufolge von der Ankündigung der Zentralbank Singapurs, die Handelsspanne des Singapur-Dollar im Vergleich zu einem Korb aus anderen Währung auszuweiten. Der US-Dollar lag zum Singapur-Dollar 0,8 Prozent tiefer auf 1,2896 Singapur-Dollar.

Die japanische Währung, der Yen, kletterte hingegen am morgen in Tokio wieder auf einen hohen Stand von 81,54 zum Dollar, nachdem er gestern auf 81,81 abgerutscht war. Das könnte erneut zu Spekulationen führen, dass die japanische Regierung bald schon erneut am Devisenmarkt interveniert. Finanzminister Yoshihiko Noda hatte einen Eingriff gestern ausdrücklich als eine mögliche Maßnahme zur Bekämpfung der anhaltenden Yen-Stärke genannt.

Die japanische Wirtschaft leidet stark unter dem derzeitigen Stand des Yen. Seine Stärke macht die Produkte der Unternehmen im ausland teurer und verringert den Gewinn beim Rücktransfer ins Inland. Japans Wirtschaft ist extrem exportorientiert. Bereits Mitte September hatte die BoJ in den Devisenmarkt eingegriffen und Dollar gekauft.

Kommentare zu " Devisenmärkte: Dollar schwächelt weiter, Yen steigt wieder"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%