Devisenmärkte
Weg von Won, Yuan und Yen - hin zum Dollar

Die Wirtschaftskrise um Irland und Portugal lässt die Währungen nicht unbeeindruckt. An den Devisenmärkten schwächeln die asiatischen Zahlungsmittel, weil Anleger in den vermeintlich sichereren Dollar flüchten.
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HB TOKIO. Investoren suchen ihr Heil im Dollar. Aus Angst, Irland und Portugal könnten ihr Schulden nicht ausgleichen und ganz Europa mitreißen, flüchten die Geldanleger zurzeit in die US-Währung. Das bekommen vor allem die asiatischen Währungen zu spüren. Won und Yen schwächelten am Vormittag.

Der Won ging um 0,6 Prozent nach unten und notierte bei 1.136 zum Dollar. Der chinesische Yuan fiel um 0,2 Prozent auf 6,6488 pro Dollar. "Die Eurozone sieht verheerend aus", sagte Bernard Yeung, Chef der Wechselkurs-Sparte bei der National Australia Bank in Hong Kong, zur Begründung der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Belastet wurden die Währungen auch durch die Sorge der Anleger, China werde Maßnahmen unternehmen, die Inflation im Land abzukühlen. Im Oktober kletterte der chinesische Verbraucherpreis-Index um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Investoren vermeiden das Risiko eher, mit Blick auf China und Europa", sagte Paisarn Lertkowit, Währungshändler bei der Bangkok Bank. Das führe zu einem Wechsel in die vermeintlich sicherere Währung Dollar.

In Tokio wurde der Dollar im frühen Geschäft fester mit 83,39-44 Yen gehandelt nach 83,04-05 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Yen leichter bei 112,50-53 Yen nach 112,93-97 Yen am Dienstag. Zum Dollar lag er bei 1,3494-95 Dollar nach 1,3599-1,3600 Dollar am Vortag.

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  • investoren suchen ihr Heil im Dollar. Verständlich. Wenn schon die Fed (und die boE) die Märkte im Minutentakt mit Milliarden neuer Scheine flutet, und damit für immer neue Einnahmen auf dem Papier sorgt, möchte man doch diese Politik auch damit unterstützen, dass man als belohnung sein Geld dort anlegt.

    Nächste Woche kann es schon wieder ganz anders aussehen. Aber das spielt heute keine Rolle.
    Der US-Gewerbeimmobilienmarkt, viermal so groß wie der Wohnimmobilienmarkt, ist gerade dabei sich in Luft aufzulösen. Neue Kreditrisiken über 5 bio. Dollar müssen neu bilanziert werden.
    Dies trifft zwar vor allem die deutschen banken, die dort massiv involviert sind, aber immer mehr leerstehende industrieruinen und Einkaufscenter zeigen den Amis, wie es 1989 in der DDR ausgesehen hat. So ungefähr 1/3 der US-bundesstaaten ist ja auch schon pleite.

    Die Risiken eines Armageddons schaukeln sich jeden Tag immer weiter auf, die in den letzten 2 Jahren mit über 30 bio. $ verdrängt wurden. Ein Konjunkturstrohfeuer nach dem anderen ist abgebrannt und wirkungslos verpufft, ohne einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen.
    Unser derzeitiges Zwischenhoch, wirklich erfreulich, ist ausschließlich auf neuen Krediten aufgebaut, ein Aufschwung auf Pump.

    Und wenn die westlichen industriestaaten bis 2007, wo unbegrenzt Geld aus dem Hut gezaubert wurde, sich immer weiter verschuldet hatten, um das Gemeinwohl finanzieren zu können, wie sollen dann, wenn diese Einnahmen wegbrechen, von denen viele Staaten jahrelang sehr gut davon gelebt haben, noch zusätzliche Ausgaben für Zins und Tilgung und durch die höhere Arbeitslosigkeit explosionsartig gestiegenen Ausgaben, Verdoppelung der Rentner und Pensionäre, finanziert werden? Diese Frage kann kein Wissenschaftler beantworten, da bin ich mir sicher.

    Es ist deshalb völlig unerheblich, ob der Euro, der Dollar, oder die chinesischen immobilienblasen platzen, das Ergebnis ist das selbe. Die darauf einsetzende Kettenreaktion kann nicht verhindert werden, nicht mal mehr mit dem Drucken von Milliarden neuer Dollars, Euros usw. im Minutentakt. Ohne eine dritte industrielle Revolution sieht es für die westlichen industriestaaten nicht gut aus.

    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen günstig und sicher in Edelmetalle umzuschichten. Wie sicher immobilien in der Krise sind zeigt der Kollaps weltweit führender immobilien-Fonds. Und die Krise hat noch nicht mal richtig angefangen.

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