Devisenmarkt
Analysten uneins über Entwicklung des Euros

Nachdem sich der Euro in der vergangenen Woche von seinem Allzeithoch bei 1,43 Dollar je Euro vom Ende September entfernt hat, gehen die Analystenmeinungen über die weitere Kursentwicklung auseinander.

Bloomberg FRANKFURT. Die Experten der Royal Bank of Scotland äußerten sich pessimistisch zum Dollar. Sie erwarten ungeachtet der positiven US-Arbeitsmarktdaten, dass die Hypothekenkrise der US-Konjunktur weiter zusetzt. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank sei gestiegen. Ende der Woche anstehende US-Einzelhandelsdaten für September werden Volkswirten zufolge schwächer ausfallen als im Vormonat.

Andere sehen den Euro dagegen in einer Konsolidierungsphase: Mit der jüngsten Euro-Rally sei viel Pessimismus gegenüber der US-Konjunktur eingepreist worden, meinen Analysten der Raiffeisen-Bankengruppe aus Wien. Es sei ausgeblendet worden, dass sich Indikatoren für die Konjunktur im Euroraum zuletzt verschlechtert hätten. Der ifo-Index zum deutschen Geschäftsklima erreichte im September ein 19-Monatstief.

Am Freitag gab der Dollar seinen Tages-Kursgewinn von 0,7 Prozent zum Euro ab, den er angesichts gestiegener US-Beschäftigungszahlen verbucht hatte. Neuen Druck brachten Gerüchte, dass Zentralbanken zur Diversifizierung in großem Stil Dollar verkauften.

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