Devisenmarkt
Euro legt leicht zu

In die letzte Handelswoche des Jahres 2005 ist die europäische Gemeinschaftswährung mit Gewinnen gestartet. Der Kurs des Euro legte leicht zu.

HB FRANKFURT. „Das Geschäft ist absolut flau, wir haben kaum Umsätze“, sagte ein Händler am Dienstag und verwies auf dünn besetzte Handelsräume hierzulande. Der Devisenmarkt in London bleibt ganztägig geschlossen und erst am Nachmittag kehren die US-Investoren wieder in den Markt zurück. „Die Kursbewegungen, die wir hier sehen, haben eigentlich keine Aussagekraft.“

Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Mittag um die 1,1864 Dollar nach 1,1847 Dollar im späten US-Handel am Freitag.

Etwas mehr Bewegung herrschte am Devisenmarkt in Japan. Der Euro legte zur japanischen Währung um rund ein Prozent auf 138,89 Yen und erreichte in der Spitze zeitweise 139 Yen. Der Dollar stieg zeitweise ebenfalls rund ein Prozent bis auf 117,28 Yen. Händlern zufolge setzten japanische Anleger weiter darauf, höhere Erträge im Ausland zu erzielen. Die zuletzt positiven japanischen Wirtschaftsdaten sowie die erstmals seit zwei Jahren wieder gestiegenen Verbraucherpreise änderten daran nichts. „Der Yen wird wegen des Zinsgefälles weiter unter Druck bleiben“, prognostizierte HVB-Währungsstratege Armin Mekelburg.

Während Japan seit Jahren praktisch eine Null-Zinspolitik fährt, liegt der Leitzins in der weltgrößten Volkswirtschaft USA aktuell bei 4,25 Prozent. Volkswirte erwarten mindestens noch eine weitere Zinsanhebung um 25 Basispunkte im Januar. Viele gehen zudem davon aus, dass auch unter dem neuen US-Notenbank-Chef Ben Bernanke, der im Februar Alan Greenspan ablöst, ein nochmaliger Zinsschritt anstehen könnte.

Im Euroraum hatte die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang Dezember zum ersten Mal seit fünf Jahren die Zinsen auf aktuell 2,25 Prozent erhöht. Angesichts eindringlicher Warnungen von Seiten der EZB hinsichtlich der gestiegenen Gefahren für die Preisstabilität erwarten Volkswirte mehrheitlich einen weiteren Zinsschritt bis zum kommenden Frühjahr.

Japaner favorisierten zudem Investments in Märkten mit deutlich höheren Leitzinsen - etwa Australien mit einem aktuellen Zinssatz von 5,5 Prozent oder Neuseeland mit 7,25 Prozent.

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