Devisenmarkt
Stabile Börsen stützen auch den Euro

Der Kurs des Euro ist am Dienstag gestützt durch etwas stabilere Aktienmärkte wieder gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,2490 US-Dollar gehandelt. In der Nacht zum Dienstag hatte der Euro zeitweise nur 1,2350 Dollar gekostet.

HB FRANKFURT/M. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2526 (Vortag: 1,2460) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7983 (0,8026) Euro. "Die Stabilisierung an den Aktienmärkten hat den Euro gestützt", sagte Rainer Sartoris, Devisenexperte vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Zuletzt hätten dramatische Verluste an den Aktienmärkten immer wieder zu einem höheren Dollarbedarf geführt und so den Euro unter Druck gebracht. Da sich die Aktienmärkte jedoch stabilisierten, würden viele Anleger auch beim Euro wieder einsteigen. Die Erholung könnte sich in den kommenden Tagen fortsetzen, da die Dynamik der Abwärtsbewegung zunächst gestoppt sei, sagte Sartoris.

Die sehr enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA seien in diesem Umfeld weitgehend ignoriert worden, sagte Sartoris. So fiel das US-Verbrauchervertrauen im Oktober auf ein Rekordtief.

Yen beendet Höhenflug

An den Devisenmärkten ist außerdem der jüngste Höhenflug des Yen zu Ende gegangen. Händlern zufolge zeigten sich die Investoren angesichts der Kursgewinne an den weltweiten Aktienbörsen wieder etwas risikofreudiger und verkauften die japanische Währung, die wegen des niedrigen Leitzinses in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft als verhältnismäßig sicherer Anlagehafen gilt.

"Der Yen hat jetzt die Chance etwas Druck abzulassen", sagte Devisen- und Rentenstratege Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Die japanische Währung hatte am Montag ein 13-Jahres-Hoch von 91,93 Yen pro Dollar erreicht. Am Dienstag zahlten Anleger bereits wieder 95,27 Yen für einen Dollar. Gegenüber dem Euro notierte der Yen bei 118,76 Yen nach 113,64 Yen am Vortag. Analysten wiesen zudem darauf hin, dass sich die Spekulationen auf eine Intervention gegen den starken Yen bislang nicht erfüllt hätten.

Die für Mittwoch erwartete Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed hatte nach Aussagen von Marktteilnehmern wenig Einfluss auf den Devisenhandel, da diese bereits weitgehend eingepreist sei. Sie werde den Dollar wohl nur kurzzeitig belasten, da schon kommende Woche die EZB voraussichtlich nachziehen werde.

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