Edelmetalle
Goldpreis erstmals über 1 100 Dollar

Der Goldpreis ist am Freitag erstmals über die Marke von 1 100 Dollar geklettert. Der Preis für die Feinunze stieg am Nachmittag in der Spitze bis auf 1 100,90 Dollar. Grund für den neuen Rekord war nach Angaben von Experten die Ankündigung der Zentralbank von Sri Lanka, zur Diversifizierung ihrer Kapitalreserven in großen Mengen Gold kaufen zu wollen.

HB LONDON. Der Goldpreis ist am Freitag erstmals über die Marke von 1 100 Dollar geklettert. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls stieg am Nachmittag in der Spitze bis auf 1 100,90 Dollar. Erst am Mittwoch hatte der Goldpreis einen Rekord von 1 097,25 Dollar erreicht. Zuletzt gab der Preis etwas nach, die Feinunze kostete noch 1 096,60 Dollar.

Der nach einem eher enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht gefallene Dollar habe den Goldpreis nach oben getrieben, sagten Händler. Zudem stützten weiterhin die Goldkäufe von Notenbanken der Schwellenländer den Goldpreis.

Die Entscheidung Indiens, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 200 Tonnen Gold abzukaufen, hatte den Goldpreis bereits seit Dienstag beflügelt. Mit dem Erwerb ist etwa die Hälfte der geplanten IWF-Goldverkäufe von rund 400 Tonnen abgewickelt. Am Markt wird nun erwartet, dass China das verbleibende IWF-Kontingent erwirbt.

Ein Grund für den neuen Rekord war nach Angaben von weiteren Experten die Ankündigung der Zentralbank von Sri Lanka, zur Diversifizierung ihrer Kapitalreserven in großen Mengen Gold kaufen zu wollen.

Ein weiterer Grund für den Anstieg des Goldpreises ist auch der Wertverlust des Dollars in den vergangenen Monaten. Das in der US-Währung gehandelte Edelmetall wird so günstiger für Käufer, die in anderen Währungen zahlen. Andererseits flüchten zahlreiche Anleger aus Furcht vor einer drohenden Inflation in Goldkäufe, weil das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist.

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