Enttäuschende US-Daten
Euro bleibt deutlich über 1,30 Dollar

Der Euro ist stark in die Woche gestartet. Daran haben vor allem amerikanische Konjunkturdaten ihren Anteil. Experten sagen allerdings, dass der US-Einzelhandel nur auf den ersten Blick enttäusche.
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FrankfurtDer Euro hat sich am Montag nach Konjunkturdaten aus den USA deutlich über der Marke von 1,30 Dollar gehalten. Kurz vor der Veröffentlichung der US-Daten hatte die Gemeinschaftswährung noch etwas geschwächelt und war für kurze Zeit knapp unter 1,30 Dollar gerutscht. Am Nachmittag stand der Euro aber wieder bei 1,3050 Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3012 (Freitag: 1,3034) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7685 (0,7672) Euro.

Kaum hatte die US-Regierung am frühen Nachmittag ein unerwartet schwaches Umsatzplus im amerikanischen Einzelhandel gemeldet, erhielt der US-Dollar einen Dämpfer und der Kurs des Euro sprang im Gegenzug um etwa einen halben Cent nach oben. Insgesamt hielten sich die Reaktionen der Finanzmärkte auf die US-Daten aber in Grenzen. Experten sahen in den enttäuschenden Daten aus dem US-Einzelhandel auch keine Gefahr für die weitere Konjunkturentwicklung in den USA. „Der US-Einzelhandel enttäuscht nur auf den ersten Blick”, schreibt Commerzbank-Experte Christoph Balz mit Blick auf die jüngste Erholung am amerikanischen Arbeitsmarkt.

Neue Wachstumszahlen aus China, die auf eine konjunkturelle Abkühlung hindeuten, hatten hingegen keinen großen Effekt am Devisenmarkt. Der Verlust des französischen Top-Ratings bei der Agentur Fitch vom Freitagabend spielte zum Wochenauftakt ebenfalls keine entscheidende Rolle am Devisenmarkt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86470 (0,86270) britische Pfund, 130,68 (129,75) japanische Yen und 1,2394 (1,2388) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1284,75 (1279,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 080,00 (31 060,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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