Euro-Bargeld
Das Ende der falschen Fünfziger?

Die EZB präsentiert in Frankfurt den neuen 50-Euro-Schein. Die Banknote soll Frühjahr 2017 in Umlauf gehen. Neue Sicherheitsmerkmale sollen Fälschungen noch schwerer machen.

FrankfurtBargeld-Fans können aufatmen. Am Dienstag hat EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch in Frankfurt den neuen 50-Euro-Euro-Schein präsentiert. Ein von manchen Schwarzmalern prophezeites baldige Ende des Bargelds, wird damit noch unwahrscheinlicher. Der neue Schein soll ab Frühjahr 2017 in Umlauf gehen.

Fünfer, Zehner und Zwanziger sind schon in überarbeiteter Version im Umlauf, neu aufgelegt werden noch der 100- und der 200-Euro-Schein. Die Einführung der neuen Banknoten zeige, „dass das Eurosystem an Bargeld als sicherem und effizientem Zahlungsmittel festhält“, sagte Mersch.

Im Rahmen der „Europa-Serie“ erneuert die EZB Schritt für Schritt die umlaufenden Euro-Scheine. Dank zusätzlicher Sicherheitsmerkmale sollen die neuen Banknoten Geldfälschern die Arbeit erschweren. Der 50-Euro-Schein ist bei Fälschern beliebt. In Deutschland war fast jede zweite nachgemachte Banknote ein Fünfziger. Weltweit dagegen lag bei den Fälschungen die 20-Euro-Note vorne. 2015 zog die EZB fast 900.000 gefälschte Scheine aus dem Verkehr - so viele wie nie.

Neue Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern das Handwerk erschweren. Der 50-Euro-Schein enthält ein Porträtfenster. Hält man den Schein gegen das Licht, wird es durchsichtig und man sieht von beiden Seiten ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa. Das gleiche Porträt erscheint auch im Wasserzeichen. Auf der Vorderseite des Scheins befindet sich die glänzende „Smaragd-Zahl“. Diese verändert beim Kippen der Banknote ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Mallien Jan
Jan Mallien
Handelsblatt / Geldpolitischer Korrespondent
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