Devisen + Rohstoffe
Euro erstmals über 1,26 Dollar

Der Höhenflug des Euro geht unvermindert weiter. Am Mittwoch kletterte die Gemeinschaftswährung erstmals seit ihrer Einführung über die Marke von 1,26 Dollar.

HB FRANKFURT/M. Der Referenzkurs des Euro ist am Mittwoch erstmals über die Marke von 1,26 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2630 (Dienstag: 1,2496) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7918 (0,8003) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7048 (0,7036) britische Pfund, 135,05 (133,72) japanische Yen und 1,5579 (1,5594) Schweizer Franken fest.

Händler sagten, Sorgen über mögliche Anschläge auf US-Ziele zum Jahreswechsel belasteten die US-Währung. Der Euro erreicht seit Wochen immer neuer Höchststände gegenüber dem Dollar.

Analysten begründen die andauernde Dollar-Schwäche mit den strukturellen Problemen der weltgrößten Volkswirtschaft. Besonders der Fehlbetrag in der US-Leistungsbilanz, rund fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes, belastet den Dollar. Zudem haben die USA im vergangenen Fiskaljahr (zum 30. September) mit 374 Milliarden Dollar das höchste Haushaltsdefizit ihrer Geschichte erreicht. Das Irak-Engagement sowie der Kampf gegen die mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags vom 11. September 2001 werden nach Angaben von Analysten auch 2004 auf dem Haushalt lasten. Um das alles finanzieren zu können, müssten die USA Kapital anziehen. Doch zeigen die Statistiken, dass die Attraktivität der USA als Anlage-Land 2003 nachgelassen hat.

„Derzeit scheinen die USA sich wegen der Dollar-Schwäche keine Sorgen zu machen“, sagte ein Devisenhändler. Allerdings gab er zu bedenken, dass Kursbewegungen bei den derzeit sehr niedrigen Umsätzen nicht aussagekräftig seien. Erst wenn die Händler aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehrten, könne der Euro seine Stärke unter Beweis stellen.

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