Euro-Kurs
Europas Währung im Tiefflug

Die wachsende Gewissheit, dass die USA im Dezember die Zinsen erhöhen, schiebt den Dollar an – und drückt im Umkehrschluss den Euro-Kurs. Händler sehen heute „kein gutes Omen“ für die Gemeinschaftswährung.

FrankfurtSpekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA haben den Dollar am Dienstag auf ein Sieben-Monats-Hoch zum Euro getrieben. Die Gemeinschaftswährung fiel zurück bis auf 1,0651 Dollar. Aus Sicht vieler Experten hat die Mehrheit der Marktteilnehmer die Zinswende im Dezember inzwischen eingepreist.

Während die US-Notenbank die Zügel in absehbarer Zeit straffen wird, richten sich die Investoren im Euro-Raum auf eine mögliche Ausweitung der ohnehin schon lockeren Geldpolitik ein. Neue Nahrung erhielten diese Spekulationen durch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, der sich besonders wegen der niedrigen Inflationserwartungen besorgt zeigte. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte er, dass der schwache Preisdruck mittelfristig anhalte. Die Abwärtsrisiken seien möglicherweise etwas gestiegen.

„Alles in allem keine erfreulichen Nachrichten und damit kein gutes Omen für den Euro heute. Die ZEW-Konjunkturerwartungen müssten heute schon deutlich positiv überraschen, um die Stimmung für den Euro wieder aufzuhellen“, urteilte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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