Euro-Verfall
Gold ist so teuer wie nie

Schafft Italien den Wandel zu soliden Staatsfinanzen? Anleger sind skeptisch. Unsicherheiten auf den Märkten belasten den Euro. Das kümmert Gold-Investoren wenig: Das Edelmetall ist aktuell so teuer wie niemals zuvor.
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Die Angst um die Werthaltigkeit der europäischen Währung macht Gold für Anleger attraktiv. Heute Morgen stieg der Goldpreis auf bis zu 1542 US-Dollar pro Unze. Das waren rund vier Dollar mehr als zum Schluss des letzten Handelstages. Auf Wochensicht lag das Plus bei vier Prozent

Einen guten Schnitt machten vor allem Anleger aus der Eurozone. Gold erzielte mit 1091,2 Euro pro Unze einen neuen Rekordpreis.

Ein Grund für den Boom ist der schwache Eurokurs. Die Angst vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf Italien belastet die Gemeinschaftswährung. Der Euro fiel heute auf ein Tagestief von ,4134 Dollar und notierte damit über einen Cent niedriger als am Freitagabend.

„Was immer an den Spekulationen auch dran ist, sie zeigen letztlich Zweierlei. Erstens sind für den Finanzmarkt die Probleme bezüglich der Schuldenkrise keinesfalls gelöst. Und Zweitens wird zügig eine Lösung gebraucht. Dass es dazu kommt, ist aber unwahrscheinlich“, fasste die Commerzbank zusammen.

Der Euro gab auch zum Schweizer Franken deutlich nach. Mit 1,1844 Franken notierte die Gemeinschaft unter dem Freitagsschluss von 1,1890 Franken.

Am Rentenmarkt flüchteten sich erneut viele Anleger in die vermeintlich sicheren deutschen Bundesanleihen. Vor allem italienische Anleihen standen auf den Verkaufszetteln. So kletterte bei den zehnjährigen Papieren aus Italien die Rendite auf knapp 5,46 von 5,27 Prozent. Deutsche Bundesanleihen rentieren bei 2,8 Prozent.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Verfall: Gold ist so teuer wie nie"

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  • Neuer Hoechstpreis heute: ueber EUR 1114

  • Und natuerlich hatten weder das Handelsblatt noch die Stiftung Warentest Gold als gutes Element der Altersvorsorge emfohlen, weil es doch so "riskant sei".

    Die Finanz Medien sind im Sektor Gold & Silber absolut inkompetent. Das Muster ist noch immer das Selbe:

    Man berichtet immer dann zum Thema, wenn der Kurs nach einem neuen Hoechststand der Preis kurzfristig absackt. Die These ist immer "seht, es war nur eine Blase". Und Dies geht so seit 10 Jahren. Nichts geht gerade nach oben und nicht gerade nach unten. Dies ist normal. Nicht normal ist, dass nur der kurzfristige Abwaertstrend berichtenswert scheint, waehrend der langfristige Aufwaertstrend als nicht nachhaltig verkauft wird. Und dies seit 10 Jahren.

    Obwohl Gold & Silber weit besser performten als jeder Aktienmarkt weltweit, ignoriert man die Realitaet seit 10 Jahren. Dies ist blanke Inkompetenz wie sie im Buche steht.

    Edelmetall Investoren verstehen das Finanzsystem, Financial Media will es nicht verstehen. Weshalb berichten HB & Consorten ueberhaupt ?

    Ich dachte immer, buy low, sell high.

    Beim HB denkt man anders rum.

    Denn sonst, haette man im Sommer letztes Jahres bereits ueber Silber berichtet.

    Meine naechste Projektion :
    Physisches Silber uebersteigt 100 US$ innerhalb 12 Monaten von heute an.

    Beim HB schlaeft man noch immer !

  • Wie gut das ich 2008 und davor HANDELSBLATT gelesen habe und dieses unnütze schon damals teure Zocker-Zeugs nicht bei $(Dollar) 720,- gekauft habe.
    Habe GEHANDELT und mich hier der Griechenland-Soli-Bond-Aktion angeschlossen.
    Renten sind, wie hier immer wieder zu lesen ist: der ware sichere Hafen mit Rendite über Inflation vor Steuern.
    Commerzbank-Aktien werde ich auch noch kaufen, die habens voll drauf !

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