Finanzstabilitätsrat
Referenzkurse brauchen strengere Überwachung

Der Finanzstabilitätsrat will Referenzkurse für Devisen stärker kontrollieren. Am Devisenmarkt werden weltweit pro Tag Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar gehandelt - unter geringen Regulierungen.
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WashingtonDie internationalen Bankenaufseher wollen nach dem globalen Manipulationsskandal offenbar auch die Referenzkurse für Devisengeschäfte stärker überwachen. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) der 20 größten Industrie- und Schwellenländer umschreibe derzeit die Aufgaben, die mit Blick auf die Devisenkurse noch getan werden müssten, erklärte die Behörde in einer Email an Reuters am Freitag. Die Referenzkurse, die einmal am Tag festgestellt werden, dienen Unternehmen und großen Profi-Anlegern wie etwa Investmentfonds als Basis für ihre Währungsgeschäfte. Am Devisenmarkt werden weltweit pro Tag Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar gehandelt. Das Segment ist der größte Markt im Finanzsystem und gilt als am wenigsten reguliert.

Der FSB werde "ziemlich bald" seine Pläne mit Blick auf die Referenzkurse für Devisengeschäfte bekanntgeben, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Allerdings müssten die Zuständigkeiten noch geregelt werden.

Eine Reihe von Großbanken steht im Verdacht, bei Devisengeschäften getrickst zu haben. Die weltumspannende Untersuchung möglicher Manipulationen der Referenzkurse verschiedener Währungen läuft schon seit vergangenem Frühjahr. Absprachen über das Devisen-Fixing sind nicht der erste Fall von Manipulationen wichtiger Indizes. Im Skandal um den Interbanken-Referenzzins Libor haben Investmentbanken schon Milliardenbeträge bezahlt. Der FSB arbeitet bereits an einer Reform der Interbanken-Referenzzinssätze.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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