Förderkürzung
Russisch-saudische Allianz stützt Ölpreis

Auch in der zweiten Jahreshälfte dürften Ölländer an Förderkürzungen festhalten, verkünden Saudi-Arabien und Russland unabhängig voneinander. Das Ziel bleibt, den Ölpreis zu treiben. Zumindest am Montag steigt der Preis.
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SingapurSaudi-Arabien und Russland haben signalisiert, möglicherweise bis 2018 hinein an Ölförder-Kürzungen festzuhalten. Damit würden die Länder den Willen bestärken, durch eine Begrenzung des Ölangebots den Preis des Rohstoffs zu stabilisieren – just in einem Moment, da sich eine neue Preisschwäche gezeigt hat. In den vergangenen Wochen war der Preis der Ölsorte Brent von über 56 Dollar auf unter 50 Dollar gefallen.

In unabhängigen Statements verkündeten die beiden größten Rohöl-Produzenten am Montag erstmals öffentlich, dass sie bereit sein könnten, die Ölförderungen über eine zunächst für sechs Monate geschlossene Vereinbarung zu verlängern. Offiziell dürfte dies auf dem Treffen der Organisation der Erdöl fördernden Länder (Opec) am 25. Mai beschlossen werden. Russland ist zwar kein Opec-Mitglied, hatte aber 2016 sich dazu bereit erklärt im Einklang mit den Opec-Staaten die eigene Förderung ab Jahresanfang 2017 zu drosseln.

„Wir diskutieren eine Reihe von Szenarien und glauben, dass eine Verlängerung über einen längeren Zeitraum helfen wird, den Markt schneller in ein Gleichgewicht zu bekommen“, wird der russische Energieminister Alexander Novak in einem Statement zitiert. In Kuala Lumpur hatte zuvor sein saudischer Amtskollege Khalid Al-Falih gesagt, dass er „eher zuversichtlich“ sei, „die Vereinbarung in das zweite Halbjahr zu verlängern und möglicherweise darüber hinaus“. Der Preis der Ölpreis-Sorte Brent zog am Morgen in London leicht an und notierte bei 49,38 Dollar 0,6 Prozent im Plus.

Bislang hatten sich Russland und die Opec-Länder weitgehend an eine im vergangenen Jahr geschlossene Vereinbarung gehalten, ab Januar die Förderung zur reduzieren. Allerdings gelang es nicht, die angestrebten Ziele nachhaltig zu erreichen. Dazu zählte die Hoffnung auf einen höheren Ölpreis, zum anderen eine Verringerung der weltweit hohen Rohölbestände.

Als ein Grund für das Scheitern des Plans gilt die flexible Fördertechnik der US-amerikanischen Schieferölindustrie. Dort wird derzeit mehr Öl produziert, was die Preise wieder drückt. Seit Mitte 2014 waren Rohöl und Endproduke wie Benzin oder Heizöl teils drastisch billiger geworden, dann zog das Niveau wieder an, bevor es sich in den vergangenen Wochen wieder reduzierte. Al-Falih sagte, dass der weltweite Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht komme und zu einem „gesunden Zustand“ zurückkehren werde.

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  • Die stützen nicht den Ölpreis, die greifen zum Nachteil des Verbraucher in den Oelmarkt = Oelpreisgestaltung ein. Diese OPEC Mafia gehört schon längst abgeschafft!

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