Gipfel tagte am Wochenende
Opec vertagt Beschluss über Förderquoten

Wichtige Themen ausgeklammert, neue Initiativen gescheitert: Das ist das Ergebnis des zweitägigen Gipfeltreffens der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), das übers Wochenende in der saudiarabischen Hauptstadt Riad stattgefunden hat.

hn RIAD. Über den Ölpreis und eine Veränderung der Fördermenge will das Kartell am 5. Dezember auf einem weiteren Treffen in Abu Dhabi debattieren. Marktbeobachter hatten gehofft, dass Saudi-Arabien Signale für eine Beruhigung des Preises geben werde, der derzeit deutlich über 90 Dollar pro Barrel (159 Liter) liegt.

Statt Entscheide zu treffen, welche für die derzeit nervösen Preisentwicklungen relevant gewesen wären, kümmerte sich die Opec hingegen um langfristige Tendenzen. Saudi-Arabien, das als größter Erdölexporteur seine Förderkapazitäten derzeit massiv ausbaut, konnte sich mit seinem Vorschlag einer „grünen Agenda“ nicht durchsetzen. Der saudiarabische König Abdullah hatte bei Konferenzbeginn einen 300-Millionen-Dollar-Fonds für die Klimaforschung in Aussicht gestellt. Die übrigen Kartellmitglieder wollten davon aber nichts davon wissen, zur Reduktion der Treibhausgase aktiv beizutragen – mit Ausnhame der drei Golfstaaten Kuwait, VAE und Kathar, die eine Beteiligung am Fonds in Aussicht gestellt haben. So blieb es bei einer allgemeinen Erklärung, wonach die Opec die ökologischen Sorgen der Industrieländer teilen.

Entgegen den Forderungen der Hardliner Iran und Venezuela will die Opec den Ölpreis weiterhin in Dollar abrechnen. Wegen des niedrigen Dollarkurses verringern sich die Einnahmen der Ölexporteure.

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