Historischer Höchststand
Bleimarkt pendelt sich ein

Die Preise für Hüttenblei haben einen historischen Höchststand erreicht. Am globalen Markt für Blei war lange Zeit ein Defizit spürbar: Die Nachfrage nach dem Metall lag über dem Angebot. Vor allem China meldet einen größeren Bedarf für das Metall an, das in erster Linie in Batterien Verwendung findet.

OTTAWA. Allerdings glauben Analysten in London, dass sich der Markt in den kommenden Jahren etwas entspannen könnte. Die Recyclingrate bei Blei ist höher als bei allen anderen wiederverwertbaren Materialien: Dem Bedarf von 7,5 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr stand lediglich eine Gewinnung von rund 3,2 Mill. Tonnen durch Bergbau gegenüber. Den Rest deckt Recycling-Blei.

Mit 1 500 US-Dollar pro Tonne erreichte der Preis für das Metall erst kürzlich ein Allzeit-Hoch, Und er werde „im vierstelligen Bereich“ bleiben, meint Neil Hawkes, Analyst von CRU in London, auch wenn es in den kommenden Jahren zu einem leichten Überschuss im Angebot gegenüber der Nachfrage kommen sollte. Auch Daniel Brebner von UBS Investment Research in London geht davon aus, dass die Bleipreise auf absehbare Zeit über dem historischen Durchschnittsniveau liegen werden, aber „wir sehen einen schwächeren Preistrend kommen“.

Brebner geht in seinem Bericht davon aus, dass das Angebot in den kommenden Jahren stärker wachsen werde als die Nachfrage. CRU-Experte Hawkes glaubt dagegen, dass die Versorgungslage angespannt bleibe. „Verzögerungen“ im Bleibergbau hätten die Zulieferung von Primärblei verringert, so dass mit einem Angebotsdefizit zu rechnen sei. „Allerdings sehen wir im kommenden Jahr einen kleinen Überschuss. Wenn es aber zu Unterbrechungen bei der Förderung kommt, kann dieser Überschuss verschwinden“, meint Hawkes.

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Die Bleiförderung aus Erzen lag im vergangenen Jahr nach Angaben der US Geological Survey (USGS) bei 3,2 Mill. Tonnen. Das wichtigste Bleierz ist „Galena“ oder „Galenit“, ein Bleisulfid, das auch als Bleiglanz bekannt ist. Andere wichtige Bleierze sind Cerussit (Bleikarbonat) und Anglesit (Bleisulfat). Die derzeit wirtschaftlich abbaubaren Reserven werden auf 67 Mill. Tonnen geschätzt, die Gesamtreserven auf 140 Mill. Tonnen. China, Australien und die USA haben die größten Vorkommen.

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