Kampf gegen Geldwäsche
Zeit zum Handeln

PremiumKriminellen wird es hierzulande viel zu leicht gemacht, ihr Geld zu waschen. Dabei gibt es ein effektives Mittel, das viele abschrecken würde: eine Obergrenze bei Bargeldkäufen. Ein Kommentar.

Seit Jahren schafft es die Bundesregierung nicht, ein zentrales Einfallstor für Geldwäsche zu schließen. Mit der anstehenden Umsetzung der vierten Geldwäscherichtlinie wäre wieder ein Anlass gegeben, das Problem anzupacken. Doch Fehlanzeige.

Auch mit dem neuen Gesetz bleibt Deutschland ein Eldorado für Geldwäscher. Denn die, die nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet sind, besonders aufzupassen, dass kein illegales Geld in den Finanzkreislauf eingeschleust wird, werden auch weiterhin kaum beaufsichtigt. Die Rede ist von Immobilienmaklern, Kfz-Betrieben, Kunst- und Antiquitätenhändlern, Boots- und Yachtverkäufern aber auch Anwälten. Das Geldwäschevolumen im Nichtfinanzbereich beziffert der Kriminologe Professor Kai-D. Bussmann auf 20 bis 30 Milliarden Euro.

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