Kraftstoffpreise
Dieselpreis klettert auf Allzeithoch

Der Ölpreis hat nach einem scharfen Anstieg einen neuen Rekord erreicht und Diesel für deutsche Autofahrer so teuer wie noch nie gemacht.

HB HAMBURG. Die steigenden Rohölpreise lassen die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen auf Rekordstände klettern. Diesel verteuerte sich im Durchschnitt auf 1,24 Euro je Liter und war damit nach Angaben des Hamburger Energie Informationsdienstes (EID) von Donnerstag so teuer wie nie zuvor.

EID-Chefredakteur Rainer Wiek sagte, er rechne angesichts der steigenden Rohölnotierungen mit weiteren Anstiegen. Superbenzin lag mit etwa 1,39 Euro je Liter noch unter den Höchstständen dieses Jahres, als Autofahrer im Frühsommer vorübergehend zwischen 1,42 und 1,43 Euro bezahlen mussten.

Experten rechnen auch hier mit einem Anstieg. Diesel verteuert sich vor allem wegen des Preisanstiegs bei Heizöl vor der Heizsaison. Hinzu kommt, dass die Nachfrage steigt, weil der Anteil von Dieselautos an den Pkw-Neuzulassungen zunimmt. In einem insgesamt rückläufigen Kraftstoffmarkt verzeichnet Dieselkraftstoff Zuwächse.

Im Oktober kostete Diesel nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) im Schnitt etwas mehr als 1,20 Euro je Liter und war damit fast zwei Cent teurer als im Vormonat. Super kostete an Tankstellen im Schnitt knapp 1,36 Euro, das war laut MWV 0,6 Cent weniger als im September.

Der EID hält es für möglich, dass sich Rohöl noch in diesem Jahr auf über 100 Dollar je Barrel verteuert. Am Donnerstag kostete ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI 92,50 Dollar. Zuvor hatte der Ölpreis mit 96,24 Dollar einen Rekord markiert. Der Preis der hier zu Lande üblichen Nordseesorte Brent gab auf 89 Dollar nach.

Als Grund für die hohen Rohölpreise führen Experten stark geschrumpfte Lagerbestände in den USA sowie die politische Unsicherheit im Nahen Osten an. Zudem werde es immer schwieriger, an die Ölreserven heranzukommen. Um die Quellen zu erschließen, sind immer höhere Investitionen nötig.

„Es wird immer mehr bezweifelt, dass die weltweit steigende Nachfrage auch langfristig bedient werden kann“, sagte EID-Experte Wiek. Das bedeute, dass die Preise weiter steigen werden.

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