Kurz vor dem Opec-Treffen wächst die Spannung
US-Rohölpreis nähert sich Rekordstand

Der US-Rohölpreis ist am Dienstag wieder über 55 Dollar gestiegen und hat sich damit seinem bisherigen Rekordstand angenähert.

HB NEW YORK/DÜSSELDORF/TEHERAN. Im frühen Handel wurde Öl zur Aprilauslieferung am New Yorker Warenterminmarkt Nymex mit 55,00 Dollar gehandelt. Das sind fünf Cent mehr als zu Handelschluss am Montag. Seinen bisherigen Rekordstand hatte der Ölpreis im Oktober mit 55,67 Dollar erreicht.

Der Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) treibe den Ölpreis weiter nach oben, sagten Analysten. Die IEA hatte vergangene Woche ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im laufenden Jahr kräftig nach oben revidiert. Zudem gebe es vor dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) am Donnerstag sehr viele Käufe von Fonds, die auf höhere Ölpreise spekulierten.

Doch preisdämpfend wirkten gestern Äußerungen des saudischen Ölministers Ali al-Naimi. Das wichtige Opec-Mitglied Saudi-Arabien hat eine Kehrtwende eingeläutet. „Das Königreich hält es für notwendig, die Opec-Förderquote bei dem Treffen am 16. März um eine halbe Million Barrel pro Tag zu erhöhen“, sagte al-Naimi in Riad. Saudi-Arabien ist der größte Ölförderer des Kartells und verfügt noch über freie Kapazitäten. Bisher zeichnete sich für das Treffen am Mittwoch ab, dass die Opec ihre Förderquote bei 27 Mill. Barrel am Tag belässt.

Opec-Präsident Scheich Ahmad Fahad Al-Ahmad Al-Sabah unterstrich zudem, „das Wenigste, was wir tun können, ist die Förderquoten unverändert zu lassen“. „Wir haben ausreichend Öl am Markt“, sagte indes Irans Ölminister Bijan Zanganeh in Isfahan. Der hohe Preis beruhe nicht auf einem Mangel an Rohöl, sondern sei vor allem das Werk von Spekulanten.

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