Märkte im Blick
Euro stabilisiert sich

Der Euro hat sich nach Verlusten wieder etwas stabilisiert. Er notierte am Morgen bei 1,3387 Dollar. Gestern war der Euro nach einer Anleihe-Auktion des Bunds auf ein Sieben-Wochen-Tief gefallen.
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FrankfurtDer Euro hat sich nach seinen deutlichen Vortagesverlusten am Donnerstag wieder etwas gefangen. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,3387 Dollar nach 1,3343 Dollar am Vorabend in New York. Auch zum Yen konnte sich der Euro etwas stabilisieren, er notierte zuletzt bei 103,20 Yen.

Am Mittwoch war der Euro angesichts der Angst der Anleger vor einer Ausweitung der Schuldenkrise um rund zwei Cent gefallen und hatte den tiefsten Stand seit sieben Wochen markiert. Vor allem die schleppende Nachfrage nach neuen zehnjährigen deutschen Bundesanleihen hatte die Börsianer vor den Kopf gestoßen. „Der Euro gab nach, weil die Bund-Auktion als Anzeichen interpretiert wurde, dass Deutschland auch in Schwierigkeiten geraten könnte“, urteilte Commerzbank-Devisenanalyst Lutz Karpowitz. Er halte diese Interpretation jedoch für „maßlos übertrieben“. Am Donnerstag richten sich alle Augen auf ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem neuen italienischen Regierungschef Mario Monti in Straßburg.

Etwas Bewegung in den Handel dürfte um 10.00 Uhr (MEZ) der Ifo-Index bringen. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Rückgang auf 105,1 Zähler nach 106,5 Punkten im Vormonat. Ein enttäuschender Ifo-Index dürfte den Euro weiter unter Druck bringen, erwartete Karpowitz.

Der Bund-Future rutschte um 61 Basispunkte auf 135,23 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen lag bei 2,117 Prozent.

In den USA bleiben die Märkte wegen des Feiertags Thanksgiving am Donnerstag geschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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