Nach US-Jobzahlen
Euro geht auf Sinkflug

Die USA feiern überraschend starke Arbeitsmarktdaten – das schickt den Euro auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. In den USA könnte es der größte Aufschwung seit 1999 werden.
  • 2

FrankfurtDer Eurokurs ist am Freitag nach überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten deutlich gefallen. Am Nachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2271 Dollar. Das ist etwa ein Cent weniger als am Morgen und der tiefste Stand seit August 2012. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2362 (Donnerstag: 1,2311) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8089 (0,8123) Euro.

Der entscheidende Impuls für den Handel am Devisenmarkt kam am Nachmittag. Eine überraschend starke Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in den USA habe dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet, hieß es aus dem Handel. „Die Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich mit hoher Dynamik fort“, kommentierte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Nach Einschätzung des Ökonomen Bernd Weidensteiner von der Commerzbank zeichnet sich im laufenden Jahr der stärkste Aufschwung am amerikanischen Arbeitsmarkt seit 1999 ab.

In der größten Volkswirtschaft der Welt waren im November so viele neue Arbeitsplätze entstanden wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Die starke Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt unterstreicht nach Einschätzung von Experten die robuste Konjunktur. Zudem verstärke sie die Erwartung, dass die US-Notenbank zum ersten Mal seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise die Zinsen anhebt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7881 (0,7861) britische Pfund, 149,03 (147,64) japanische Yen und 1,2021 (1,2035) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1194,00 (1209,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 800,00 (30 910,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach US-Jobzahlen: Euro geht auf Sinkflug"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.


  • Was bringt uns noch EUROPA ???

    NUR FRUST...WUT...ENTTÄUSCHUNG...

    und DIE OHNMACHT SICH NICHT DAGEGEN WEHREN ZU KÖNNEN !


  • Euro geht auf Sinkflug

    -------------

    Und 2015 geht EU auf Sintflut artige Art und Weise unter.

    Weil das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen ist...

    sondern auch schon ertrunken.

    In der EU ist aber gar nichts mehr zu retten...

    und nur die EU-POLITIKER retten ich Ihren immer gesicherten Einnahmen und Spesen und die 37 Stundenwoche bei keine Leistungen erbringen und weiterhin keine Bewertungen für Ihre schlechte Arbeit.

    Dann sich aber wundern dass nicht einmal der einst Verteidigungsminister Deutschland sich für ein Auswanderung nach Amerika entschieden hatte .

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%