Nahost und US-Nachfrage im Fokus
US-Ölpreis kaum verändert

Der US-Ölpreis hat sich am Montag kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate kostete am Nachmittag 73,25 Dollar. Das war ein Cent mehr als zu Handelsschluss am Freitag. Im Tagesverlauf war der Preis bis auf 74,04 Dollar geklettert. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich hingegen um 56 Cent auf 73,95 Dollar.

dpa-afx NEW YORK/LONDON/WIEN. Der Konflikt im Nahen Osten und die Entwicklung der Nachfrage in den USA blieben weiterhin im Fokus der Anleger, sagten Händler. Israel hatte eine 48-stündige Pause bei seinen Luftangriffen im Libanon verkündet. Allerdings beschossen israelische Kampfflugzeuge dennoch Ziele in der Umgebung von Taibe im Südlibanon, wo sich israelische Bodentruppen heftige Gefechte mit Hisbollah-Kämpfern lieferten. Eine sofortige Waffenruhe hatte Israels Verteidigungsminister Amir Perez zuvor abgelehnt.

In den USA war die Wirtschaft im zweiten Quartal schwächer als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt war mit einer hochgerechneten Jahresrate von 2,5 Prozent gestiegen. Von AFX befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Wachstum von 3,2 Prozent gerechnet. "Es gibt viele, die nun besorgt sind über eine stagnierende Nachfrage in den USA", sagte Sucden-Analyst Michael Davies. Die USA verbrauchen weltweit am meisten Öl.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist am Freitag leicht gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag lag der Preis für ein Barrel aus den Fördergebieten der elf Opec-Länder bei 68,97 Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Vortag.

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