Notierung über 8 000 Dollar
China-Nachfrage treibt erneut den Kupferpreis

Der Kupferpreis zeigt sich widerstandsfähig. Ungeachtet eher preisdrückender Meldungen notierte das Buntmetall in der vergangenen Woche an der Londoner Metallbörse (LME) in der Spitze bei 8 300 Dollar je Tonne. Der Grund für die Widerstandsfähigkeit des Kupferpreises liegt einmal mehr in China.

cl LONDON. Die vorzeitige Beendigung eines Streiks in Southern Copper, einer der größten Kupferminen der Welt in Peru, konnte den Preis nicht bremsen. Auch die Ankündigung des weltgrößten Eisenerzproduzenten CVRD schlug sich im Preis kaum nieder. Der brasilianische CVRD will unter anderem seine Kupfer-Fördermenge in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln. Insgesamt will das Unternehmen in den Ausbau der Kupfer-, Nickel- und Eisenerzkapazitäten von 2008 bis 2012 insgesamt 59 Mrd. Dollar investieren. Allein die Kupfer-Förderung soll bis Ende 2012 von heute 290 Mill. auf 592 Mill. Tonnen gesteigert werden.

Der Grund für die Widerstandsfähigkeit des Kupferpreises liegt einmal mehr in China. Die Volksrepublik hat bekanntgegeben, dass ihre Einfuhren von raffiniertem Kupfer und Halbzeug in den ersten neun Monaten 2007 um über 40 Prozent gestiegen sind. Dies ist ein Zeichen für den „anhaltenden Appetit des Riesenreichs auf das rote Metall in allen seinen Formen“, meint Robin Bhar von UBS in London.

Zwar notiert Kupfer an der LME noch deutlich unter dem Rekordstand von 8 800 Dollar je Tonne im Mai 2006. Doch für Suki Cooper von Barclays Capital steht das Metall vor einem neuen Aufwärtstrend. Ein Einstieg für Anleger zum aktuellen Zeitpunkt sei daher günstig. Auch Michael Lewis von der Deutschen Bank geht „mit Sicherheit von weiter steigenden Preisen auf kürzere Sicht“ aus. Die zunehmend angespannte Versorgungslage am Welt-Kupfermarkt werde dafür Sorge tragen. So habe die Internationale Studiengruppe für Kupfer erst dieser Tage ihre Schätzung für den erwarteten Produktionsüberschuss 2007 um 50 Prozent auf nur noch 111 000 Tonnen an raffiniertem Kupfer gekappt. Lewis sieht bereits „ein Defizit herannahen“.

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