Ölpreis
Brent erneut unter 50 Euro

Das Angebot auf dem Weltmarkt setzt die Ölpreise weiter unter Druck, zu Beginn der neuen Woche brechen die Preise weiter ein. Ein Barrel Brent kostet weniger als 50 Euro. Die Opec lehnt eine Produktionskürzung weiter ab.
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SingapurDie Ölpreise haben zu Wochenbeginn ihre Talfahrt fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Montag zeitweise 48,95 Dollar. Das waren 1,15 Dollar weniger als am vergangenen Freitag. Ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 95 Cent auf 47,40 Dollar.

Mitte vergangener Woche war der Preis für Nordsee-Öl erstmals seit fünfeinhalb Jahren unter die Marke von 50 Dollar gefallen. Danach hatte er sich etwas stabilisiert.

Die Ölpreise sind seit Sommer um über die Hälfte eingebrochen und liegen so niedrig wie zuletzt im Frühjahr 2009. Ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt setzt die Preise unter Druck. Das Ölkartell Opec hat unter Führung von Saudi-Arabien bisher nicht mit einer Produktionskürzung auf den Preissturz reagiert.

Der wichtige Ölproduzent will laut Beobachtern mit niedrigeren Preisen der stark wachsenden Schieferölindustrie in den USA mit ihrer Fracking-Technologie einen Dämpfer verpassen. Laut Experten der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs kann die US-Industrie allerdings deutlich tieferen Preisen trotzen als die meisten Beobachter annehmen.

In einer am Montag bekanntgewordenen Studie gehen sie davon aus, dass die Ölpreise während der ersten Jahreshälfte bis auf 40 Dollar sinken müssten, um die Schieferölindustrie zu veranlassen, ihre Investitionen zu drosseln. Zudem senkten sie ihre Ölpreisprognosen deutlich ab.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Durchschnittspreis aller Ölsorten des Kartells am Freitag bei 45,19 US-Dollar gelegen hat. Das waren 49 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Der Ölpreis kennt derzeit nur eine Richtung - nach unten!
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    Vorbei sind die Zeiten, als ein Barrel noch mit 115-120 Dollar gehandelt wurde. Heute liegt der Preis bei unter 50 Dollar.
    Ein vernünftiger und vertretbarer Preis wäre 35 Dollar für ein Barrel.
    Die Saudis wollen ihre Fördermenge nicht senken, Russland und Venezuela sehen darin eine Verschwörung des Westens.
    Der Hauptfeind der Saudis sind die USA mit ihrem Fracking. Da sich das nur bei einem Ölpreis von über 70 Dollar/Barrel lohnt, soll es durch die fallenden Ölpreise kaputt gemacht werden. Wenn dieses Ziel erreicht ist, werden die Preise wieder ins unermessliche steigen.

  • Alles Manipulation !
    Zum gegebenen Zeitpunkt wird der Ölpreis richtig explodieren - nach oben.
    Trotz weiterhin "hohem Angebot"
    Und die Menschen glauben auch noch immer all diesen Mist den sie vorgesetzt bekommen....

  • Könnte Saudi Arabien mit der halben Ölförderung nicht den doppelten Erlös erzielen, wenn der Ölpreis dann wieder auf 100 Dollar je Fass stiege?
    Würde der Ölpreis auf 200 Dollar je Barrel steigen, wenn die Aramco nur noch 2 Mio. Barrel täglich fördern würde?
    Das Überangebot wäre dann aber beseitigt, oder? Sollten das die Russen tun, damit sie wieder mehr Dollar erlösen können, die sie den Ölarbeitern heute schuldig bleiben müssen? Vielleicht stellt Russland ja auf Dollar als Währung in Russland um?

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