Ölpreis
Hoffnung auf Ölschwemme lässt Preise purzeln

Zu viel Öl an den Rohstoffmärkten drückt die Preise. Am Mittwoch verbilligte sich das Nordseeöl um 2,3 Prozent. Die Sorte WTI büßte 3,4 Prozent ein. Die Erholung der vergangenen Tage ist vorbei.
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SingapurDas wachsende Überangebot an Öl hat die Preise für den Rohstoff auch am Mittwoch belastet. Das Nordseeöl Brent verbilligte sich um bis zu 2,3 Prozent auf 48,40 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI gab zeitweise um 3,4 Prozent 43,86 Dollar nach. Bereits am Vorabend waren die Preise um rund acht Prozent eingebrochen

Analysten verwiesen auf Daten des US-Branchenverbandes API vom Dienstag, denen zufolge die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen sind. Auch die durchwachsenen Konjunkturdaten aus den USA und China trübten die Stimmung am Rohstoffmarkt. Jeder Stimmungswechsel schlage am Ölmarkt stark durch, sagte ein Händler. Die nächste Unterstützung liege für Brent bei 46,84 Dollar und für WTI bei 42,18 Dollar.

Damit setzten die Ölpreise ihre Achterbahnfahrt fort. Von Donnerstag bis Montag waren sie in der Spitze noch um rund 25 Prozent nach oben geschossen - einen solchen Preissprung in so kurzer Zeit gab es zuletzt vor einem Vierteljahrhundert. Wenige Tage davor war der Brent-Preis zeitweise bis auf ein 6-1/2-Jahres-Tief von 42,23 Dollar gefallen, nachdem Mitte 2014 noch bis zu 115 Dollar verlangt worden waren..


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ölpreis: Hoffnung auf Ölschwemme lässt Preise purzeln"

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  • Woher kommt denn über Nacht diese Hoffnung auf "Ölschwemme"?
    Mag das daran liegen, dass es noch keinen Hurrikan im Ölgebiet des Golf von Mexiko gab? Wann kommt denn nun der Erste große Hurrikan, der die Ölplattformen leer fegt? Dann müsste doch der Ölpreis wieder rasant steigen. Sind dann wieder 100 oder 200 Dollar in Sicht? Wer kriegt jetzt Dollaraugen?

  • Was wird denn am Ölterminmarkt gehandelt?
    Das sind doch wohl Lieferkontrakte für die Lieferung von Öl im Oktober und folgende Monate. Wie viel Öl muss am 2. September gefördert werden, damit das Öl im Oktober geliefert werden kann? Nicht ein einziger Liter geschweige denn ein Barrel oder Millionen davon. An der Börse wird folglich überhaupt kein physisches Öl gehandelt, sondern Ölfutures. Ein Überangebot oder eine Unternachfrage spielt bei den Ölfutures nur eine Nebenrolle. Warum wollen die Rohstoffanalysten die Leser der Wirtschaftsjournale so veralbern?

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