Ölpreise
Öl steigt kräftig wie seit April nicht mehr

Der Ölpreis erholt sich, nachdem er in den vergangenen Tagen auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief gerutscht war. Am Freitag verzeichneten sie den größten Wochenanstieg seit April. Grund ist eine Wende an den Aktienmärkten.
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Die Ölpreise haben am Freitag ihren jüngsten Höhenflug fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am späten Nachmittag 50,19 US-Dollar. Das waren 2,67 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 2,56 Dollar auf 45,15 Dollar.

In den vergangenen Tagen hatten sich die Ölpreise bereits deutlich erholt, nachdem sie am Montag noch auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren abgestürzt waren. Auf Wochensicht sprechen Experten vom stärksten Preisanstieg seit April. Neben der Erholung an den Aktienmärkten hätten zuletzt auch gute Konjunkturdaten aus den USA die Ölpreise gestützt. Die größte Volkswirtschaft der Welt war im zweiten Quartal überraschend stark gewachsen.

Ausschlaggebend für die Wochenbilanz war vor allem der Preissprung vom Vortag. Rohstoffexperten der Commerzbank sprachen mit Blick auf die Entwicklung am Donnerstag vom stärksten Anstieg des Brent-Preises seit Dezember 2008. Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Preis für US-Öl, der am Vortag den höchsten Zuwachs seit März 2009 vollzogen hatte.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Donnerstag bei 42,37 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) gelegen habe. Das waren 1,86 Dollar mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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