Ölpreise
Saudi-Arabien bringt Förderländer in Bedrängnis

Die Ölpreise sinken – und Saudi-Arabien geht in die Offensive: Das Land will nicht mehr wie früher die Fördermenge kürzen. Nicht einmal, wenn der Preis weiter fällt. Ein Gebaren, das die Konkurrenz unter Druck setzt.
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Abu DhabiSaudi-Arabien ist das Ölförderland Nummer eins – weshalb die Worte seines Ölministers von besonderem Gewicht sind. Umso hellhöriger machen die Sätze, mit denen der Branchendienst Middle East Economic Survey Ali Al-Naimi zitiert. Demnach sagte der Ölminister, dass auch ein weiterer Absturz des Ölpreises kein Grund sei, die Fördermengen zu kürzen. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) beabsichtige keinen Cut „ob der Preis 20, 40, 50 oder 60 US-Dollar beträgt, das ist irrelevant“, so Al-Naimi.

Damit erhöhen die Saudis – die mit einer Begrenzung der eigenen Fördermenge den weltweiten Preis regulieren können – den Druck auf die Länder, die den Rohstoff aufwendiger fördern müssen als sie selbst. Selbst an die USA, die mit Fracking zuletzt erfolgreich sogar zum Ölexporteur mutierten, ist das eine Kampfansage. Al-Naimi: Auch wenn andere Förderländer Kürzungen ihrer Förderung anbieten würden, werde die Opec diesem Schritt aller Voraussicht nach nicht folgen.

„Wenn der Preis fällt, dann fällt er. Andere wird das bereits dann hart treffen, wenn wir noch gar nichts davon spüren“, so Al-Naimi. Die Saudi-arabische Wirtschaft sei stark genug, um temporäre Fluktuation und weniger Einnahmen sowie eine Schwächung der Währung zu verkraften.

Diese Offensive der Saudis überrascht viele Beobachter und einige halten sie auch für nicht gerade klug: „Kommentare dazu, dass die Saudis auch bei einem Preis von 20 US-Dollar nicht reagieren werden, sind sicherlich nicht gerade konstruktiv für den Ölpreis“, sagte der Analyst Michael McCarthy von CMC Markets Sydney.

Immerhin: In näherer Zukunft rechnen die großen arabischen Öl-Produzenten nach Angaben aus Opec-Kreisen erst einmal wieder mit steigenden Preisen. Man rechne bis Ende des kommenden Jahres mit einem Ölpreis zwischen 70 und 80 Dollar je Fass, zitierte Reuters Insider. Am Montag war der Preis für Opec-Rohöl wieder gestiegen und lag im Durchschnitt bei 56,90 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 1,38 Dollar mehr als am Freitag.

„Der Preis könnte einige Monate lang 60 Dollar oder so berühren und sich dann erholen“, sagte ein Opec-Delegierter. 80 Dollar je Barrel sei „ein akzeptables Niveau“. Die Opec geht also von einer entsprechenden Stabilisierung des Marktes aus und macht mit ihrer Abkehr von Kürzungen der Liefermengen nun Druck auf Konkurrenten aus den USA und Europa.

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Größte Verlierer sind die europäischen Konzerne

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  • Wau Wau Wau

  • Ob auf Anordnung der USA oder nicht.

    Eines ist sicher:
    Nichts bleibt, wie es ist.
    Es ändern sich auch die Veränderungen.

    Für alles andere ist die Welt viel zu komplex.

  • Man rechne bis Ende des kommenden Jahres mit einem Ölpreis zwischen 70 und 80 Dollar je Fass, zitierte Reuters Insider.

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    Man täusche sich nicht...und lasse sich nicht täuschen...

    den wir beklagten uns in westliche Industrieländer darüber dass unsere wirtschaften darunter litten weil der Ölpreis zu Hoch gewesen sei.

    Heute ist der Ölpreis so tief wie seit langem nicht...

    die ARBEITSLOSIGKEIT ETWA IN EUROPA reduziert sich aber

    nicht... WARUM JETZT " EU " ?

    Und auch in Richtung Hausbesitzer muss man aktuell fragen...

    ob Hausbesitzer und Heizölverbraucher auf Zeiten zum auftanken warten wo man zu dem gelieferten Heizöl noch Geld dazu bekommt ?

    Die Gefahr eines Kriegsbeginns war noch nie so nah wie in unsere Tagen...

    und dass bekanntlich bei einem Kriegsausbruch dann Öl teuere wird...braucht man keine TV Werbung dafür wo uns erklärt dass wenn Aktien steigen der Goldpreis fällt.

    Auch die Industrie wäre gut beraten jetzt und nicht später einzukaufen.

    Doch so mancher weiß alles besser und lacht über solche Kommentare wie ich es jetzt hier schreibe.

    Vergleichen wir in sechs Monate mein heutigen Kommentar.











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