Ölproduzenten sollen mehr fördern
Opec rechnet mit wieder steigenden Ölpreisen

Nach Meinung von Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro werden die weltweiten Rohölpreise wegen der weltpolitischen Entwicklungen voraussichtlich wieder anziehen.

HB JAKARTA. „Die Ölpreise werden wohl zunächst wieder steigen. (...) Dies liegt an den politischen Entwicklungen“, sagte Yusgiantoro, Chef der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), am Montag. Am Wochenende war es erneut zu Angriffen auf Ausländer im weltgrößten Ölexportland Saudi-Arabien gekommen. Die El-Kaida-Organisation des Moslemextremisten Osama bin Laden bekannte sich zu dem Angriff von Samstag, bei dem ein US-Amerikaner getötet und ein weiterer verschleppt wurde.

Yusgiantoro bekräftigte zudem, die Opec werde die angekündigte Erhöhung der Ölfördermengen in zwei Stufen mit einem Volumen von insgesamt 2,5 Millionen Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) täglich umsetzen. Damit wies er Spekulationen am Markt zurück, wonach das Kartell die zweite Erhöhung im August um 500 000 Barrel täglich womöglich nicht umsetzen wird.

Die Opec hatte bei ihrem Treffen Anfang Juni beschlossen, wegen des jüngst rasant gestiegenen Ölpreises die Förderquoten ab Juli zunächst um zwei Millionen Barrel täglich, im August dann um weitere 500 000 Millionen Barrel täglich zu erhöhen. Zuvor war der Ölpreis zeitweise auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren geklettert. Seit dem Opec-Beschluss hat sich Öl aber wieder etwas verbilligt. In London kostete ein Barrel der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli zuletzt 35,60 Dollar.

„Wir rufen die Länder auf, die nicht Mitglied der OPEC sind, ihre Produktion zu erhöhen“, sagte omo Yusgiantoro außerdem. Förderländer außerhalb des Kartells einschließlich Russlands und Norwegens stehen für rund 60% der weltweiten Ölproduktion.

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