Reaktion auf US-Wirtschaftsdaten
Euro und Rohöl erreichen neue Rekordhochs

Im Gleichschritt haben Euro und Ölpreis am Mittwoch ihre Rekorde geknackt. Die Gemeinschaftswährung überschritt erstmals die psychologisch bedeutsame Marke von 1,50 Dollar und kostete am Nachmittag mehr als 1,51 Dollar.

HB FRANKFURT. Den bisherigen Rekord von 1,4967 Dollar hatte der Euro im November aufgestellt. Der Ölpreis stieg auf das Allzeithoch von 102,08 Dollar je Barrel. Laut ADAC hat sich auch der Sprit an deutschen Tankstellen im Laufe der vergangenen Woche deutlich verteuert.

Die gestiegenen Energiekosten verursachten eine starke Zunahme der Importpreise: Diese kletterten zu Beginn des Jahres so stark wie seit fast anderthalb Jahren nicht mehr. Der deutsche Aktienindex lag gegen 17.00 Uhr knapp über Vortagsniveau (6.992 Punkte, plus 0,10 Prozent).

Das Euro-Hoch führten Händler auf schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA sowie auf Sorgen vor einer Rezession in der weltweit größten Volkswirtschaft zurück. Notenbank-Chef Ben Bernanke signalisierte am Mittwoch seine Bereitschaft zu einer weiteren Leitzinssenkung.

Die Fed werde zeitnah handeln, wenn dies zur Unterstützung des Wachstums und zur Abwehr von Abwärtsrisiken nötig sei, erklärte er in einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Die US-Wirtschaft sei „in einer Phase schleppenden Wachstums“. Dem Euro gab diese Aussage einen weiteren Schub. Von der nächsten Fed-Sitzung am 18. März erwarten Analysten den nächsten Zinsschritt nach unten.

Als Hauptursache für den neuerlichen Preissprung beim Öl nannten Händler den Verfall des Dollarkurses. Große Anleger würden deshalb Geld in inflationssichere Rohstoffe wie Öl oder Gold übertragen. Der für Europa wichtige Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent stieg ebenfalls, auf zeitweise 100,88 Dollar.

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